Der Österreich-Aufschlag ist seit Jahren Thema in der Preisdebatte. Eine Studie von Ökonomen der OeNB und der EZB zeigt, wie scharf die Grenze dabei wirkt. Verglichen wurden Produkte mit identischem Strichcode im bayerisch-österreichischen Grenzgebiet, von Lebensmitteln und Getränken über Waschmittel bis zu Shampoo. Auf beiden Seiten bleiben die Preise bis zur Grenze nahezu gleich, egal ob man 50 oder einen Kilometer entfernt einkauft. An der Grenze springen sie, ohne MwSt. beträgt der Aufschlag immer noch 12 %. Das gilt auch innerhalb derselben Handelskette. Die Marktstruktur ist laut den Autoren in beiden Ländern ähnlich. Sie sehen den Grund eher darin, dass Händler ihre Preise je Land getrennt setzen und Hersteller von österreichischen Händlern höhere Einkaufspreise verlangen. Die Daten reichen von 2008 bis 2018
Quelle: Messner, Rumler, Strasser (2024)