Interview

Totschnig: „Wir brauchen zusätzliches Geld“

Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig fordert für ein Dürre-Hilfepaket weiterhin zusätzliche Geldmittel von Finanzminister Markus Marterbauer ein. Nach vier Sparpaketen gäbe es im Landwirtschaftsministerium kein Potential mehr, durch Umschichtungen Gelder freizumachen: „Unsere Einsparungsmöglichkeiten wurden genutzt – deswegen brauchen wir hier zusätzliches Geld“, so der Minister.

Norbert Totschnig ist Minister für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft © Paul Gruber/BMLUK
Interview

Kühnel: „Die Wettbewerbsfähigkeit unseres Finanzplatzes ist hervorragend“

Höhere Systemrisikopuffer und die Empfehlung, die KIM-Verordnung weiterhin zu leben: Die Banken kritisieren, dass die Finanzmarktaufsicht damit die Immobilienfinanzierung ungerechtfertigt bremst. „Wir können diese Behauptung anhand der Fakten, die uns vorliegen, nicht nachvollziehen“, sagt FMA-Chefin Mariana Kühnel zur Puffer-Erhöhung. Diese sei notwendig.

FMA-Vorständin Mariana Kühnel © FMA / Montage: Selektiv

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Stocker: „Das eine Prozent Wachstum fällt nicht vom Himmel“

Das IHS geht bis 2030 in Österreich von einem durchschnittlichen Wachstum von 1 Prozent aus. Das entspricht dem Ziel, das sich Bundeskanzler Christian Stocker gesetzt hat. Für unambitioniert hält er es nicht: „Das eine Prozent fällt nicht vom Himmel. Ich bin in einer Rezession angetreten – die Prognose lag bei minus 0,6 beziehungsweise minus 0,3 Prozent, da wäre 1 Prozent grandios gewesen“. Zu den Prognosen, die die Erreichung des Defizitziels 2028 infrage stellen, sagt Stocker: „Wir haben sie im Vorjahr widerlegt, wir werden es hoffentlich auch diesmal tun“. Dem Freiwilligen-Modell der Neos beim Wehrdienst erteilt er eine Absage: „Für dieses Modell sehe ich unmittelbar keine Möglichkeit.“

Bundeskanzler Christian Stocker © Wenzel/Wilde/BKA / Montage: Selektiv