Bonin: „Produktivitäts-Fortschritte durch KI fließen in kürzere Arbeitszeiten“
Goldpreis: Verblassender Glanz?
Kulinarisches-Briefing: Die neuesten Business-Lunch-Geheimtipps
Das Wachstum ist zurück, der Rückstand bleibt
„Wir müssen die europäische Nachfrage nach KI ankurbeln“
Der „EU Chips Act“ konzentriert sich auf die falsche Kategorie an Mikrochips, kritisiert Digital-Experte Roman Afuss. „Das Projekt birgt die Gefahr in sich, aufgrund fehlender Nachfrage nach diesen KI-Chips in Europa dauerhaft subventioniert werden zu müssen. Und ich gehe davon aus, dass es nicht so klug ist, zu versuchen, China oder die USA mit höheren Subventionen für souveräne KI-Chips zu übertrumpfen“. Daher müsse man zuerst die europäische Nachfrage nach KI ankurbeln.
„Neutralität hat sich seit ihrer Entstehung erheblich verändert“
Die Verteidigungsindustrie sei für Österreich angesichts der wirtschaftlichen Situation „bedeutsam“, sagt der Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung, Peter Koren. Damit die Industrie von den …
Sportökonomin: „Aus wirtschaftlicher Sicht sollte Österreich gewinnen“
Miriam Gross, Senior Researcher bei SpEA SportsEconAustria, und Daniela Ulbing, Researcher bei SpEA SportsEconAustria und selbst aus den Leistungssport, analysieren im Selektiv-Interview …
Bankenabgabe „strahlt weit über den Sektor hinaus“
Die Verlängerung der Bankenabgabe sei ein völlig falsches Signal, sagt die Geschäftsführerin der WKÖ-„Sparte Banken und Versicherung, Eva Landrichtinger. Nicht nur, weil …
Badelt zum Defizit: „Wenn wir die 2 % nicht erreichen, droht neues EU-Verfahren“
Der Fiskalrat geht davon aus, dass Österreich 2028 das EU-Defizitverfahren nicht verlassen wird können. Um das nachhaltig zu tun, müsste das Defizit …
Hattmannsdorfer: „Die Volkspartei hat keine Mehrheit im Aufsichtsrat der Republik“
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmansdorfer nennt das EABG einen „Paradigmenwechsel in der Rechtsarchitektur unserer Genehmigungsverfahren“. Bei jahrelangen Verfahren für Energieprojekte sei „jetzt Schluss“, künftig …
Köppl-Turyna: „Die Entgelttransparenz-Richtlinie würde am Gender-Pay-Gap nichts ändern“
Am heimischen Gender-Pay-Gap würde sich durch die Umsetzung der umstrittenen EU-Entgelttransparenzrichtlinie nichts ändern, so EcoAustria-Direktorin Monika Köppl-Turyna. Das würden die Studien zum …
Possnig: „Das wäre unser Ticket zum Mond gewesen“
Europa ist im Weltraum „vollständig abhängig von anderen Playern“, sagt die ESA-Ersatzastronautin und Weltraummedizinerin Carmen Possnig. „Alles, was die menschliche Erforschung des Weltraums betrifft, und auch der Weg zur Internationalen Raumstation, läuft im Moment über die Nasa“. Europa habe keine Rakete, die stark genug ist, um aus dem niedrigen Erdorbit hinauszukommen.
Demograf: „Der Babyboom kam nicht von ungefähr“
Österreich verzeichnete 2025 das sechste Jahr in Folge eine negative Geburtenbilanz. Dieser Trend wird sich laut dem Demografen Stephan Marik-Lebeck auch in den nächsten Jahrzehnten durchgehend so fortsetzen – „wenn sich an der Fertilität nicht radikal etwas ändert“.
KSV1870-CEO: „Ich sehe keine strukturellen Reformen im Doppelbudget“
Vybiral identifiziert im Selektiv-Interview vier Problemfelder: Kostensteigerungen, Personalmangel, überbordende Regulatorik und wegfallende Förderungen – während gleichzeitig keine strukturellen Reformen angegangen werden. Die Budgetkonsolidierung werde von der Regierung nur als „taktische Aufgabe“ verstanden, um das Defizitverfahren zu beenden. „Das ist zwar sinnvoll, aber auch nur ein Kurzstreckenlauf. Österreich braucht aber einen Langstreckenlauf, da den Unternehmen das Vertrauen in die Zukunft fehlt“.
Kommentare
Elke Kahr, Peppona von Graz
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Der Brexit entlässt seinen nächsten Premier
Katzmair: „Wir haben Souveränität durch bürokratische Regeln ersetzt“
Harald Katzmair ist Experte für Netzwerk- und Diskursforschung und hat für Selektiv die Methodik und die Analyse hinter den „Selektiv 100“ entwickelt. Welche Themen beschäftigen Unternehmensvorstände, die wirtschaftspolitisch besonders aktiv sind? „Unternehmen fragen sich, wie sie unter wachsender Regulierung, geopolitischem Druck, Energie- und Fachkräftethemen sowie Finanzierungsfragen handlungs- und wettbewerbsfähig bleiben“, sagt Katzmair. Die Analyse habe aber auch die tieferliegenden Mechanismen beleuchtet.
Selektiv Summer Opening: Die besten Bilder des Abends
Das Selektiv Summer Opening am 28. Mai bildete den Auftakt zu den „Selektiv 100“ – die Unternehmensvorstände, die die Wirtschaftspolitik prägen. Gesehen …
Selektiv stellt die „Selektiv 100“ vor: Diese Vorstände prägen die Wirtschaftspolitik
Selektiv veröffentlicht im Rahmen des Summer Openings Österreichs erste wissenschaftlich fundierte Analyse jener 100 Unternehmensvorstände, die die Wirtschaftspolitik prägen.
Rainer Will: „Paketsteuer schickt Österreich in die digitale Steinzeit“
Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will hegt Hoffnungen, dass die geplante Paketsteuer noch abgewendet werden kann, da selbst das Wirtschaftsministerium eine „vernichtende Stellungnahme“ abgegeben hat. Er appelliert im Selektiv-Interview an die Regierung: „Spart euch bitte diese „Linke Tasche, Rechte Tasche“-Politik, die nur die Bürokratie befeuert und Wettbewerbsfähigkeit kostet!“.
Hattmannsdorfer: „Schaffen die Voraussetzungen für Neu-Industrialisierung“
Die Regierung hat den Stromkostenausgleich für die energieintensive Industrie ausgebaut und will ab 2027 weitere Unternehmen mit einem Industriestrompreis entlasten. 750 Mio. Euro stehen dafür insgesamt bis 2029 bereit – wie sich das auf die beiden Maßnahmen aufteilt, lässt Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer im Interview offen
Spitzenreiter und Schlusslicht: Österreich in 18 Rankings
Seit einigen Jahren schon scheint Österreich von einer Krise in die nächste zu taumeln. Der Standort, die Energie, das Leben werden teurer, …
A1-CEO: „Österreich bei Glasfaser-Ausbau noch deutlich schlechter als gedacht“
A1 CEO Jiří Dvorjančanský lässt im Selektiv-Interview aufhorchen: Österreich steht sogar noch viel schlechter da als gedacht.
Magenta-CEO: „Kurzfristig ein Problem der Branche, langfristig eine Standortfrage“
Österreich hinkt beim Glasfaserausbau hinterher und das wird zunehmend zum Problem: „Der Datenkonsum steigt jedes Jahr um mehr als zehn Prozent. Und die Anforderungen an digitale Infrastruktur steigen mit KI noch einmal dramatisch“, sagt Magenta-Telekom-CEO Thomas Kicker. Die Hürden seien hausgemacht: „Ein Glasfaseranschluss kostet in Österreich fünf- bis siebenmal so viel wie in anderen europäischen Ländern. Warum? Extrem fragmentierter Markt, sehr aufwändige Genehmigungsverfahren und hohe Regulierung beim Ausbau“. Die Breitbandmilliarde, die den Ausbau beschleunigen sollte, ist laut Kicker falsch gestaltet: „Hier lebt der Föderalismus auf und mit ihm die subventionierte Bauwirtschaft, die sich über die Breitbandförderung freut“.
KELAG-Vorstand: Neue Steuern auf E-Autos „kontraproduktiv“
KELAG-Vorstand Danny Güthlein kritisiert das geplante Ende der Sachbezugsbefreiung für privat genutzte Firmen-Elektroautos deutlich: „Diese Maßnahmen sind kontraproduktiv. Nachträglich einzugreifen, kostet viel Vertrauen.“ Er fordert daher ein „klares Bekenntnis zur Elektrifizierung“ ein, denn mehr Abnehmer ins Netz zu bekommen, wäre die effektivste Maßnahme, um die Netzkosten zu senken. Gelingt das, würde es schon bald „keine Diskussionen mehr über steigende Netzkosten geben“.
Atos-Group-Vizepräsident: „Arbeitskosten waren in den letzten Jahren eine unglaubliche Belastung“
Markus Schaffhauser ist Global Senior Vice President der Atos Gruppe und muss den Standort Österreich konzernintern immer öfter verteidigen: „Die Frage ist immer: Wo werden Investitionen getätigt, wo werden Kompetenzzentren aufgebaut, wo geht man mit neuen Technologien hin? Wenn Österreich bereits sehr hohe Personalkosten hat und dann auch noch die größten Kostensteigerungen weltweit verzeichnet, ist das ein ernsthaftes Argument gegen Investitionen am Standort.“