Expertinnen und Experten
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Aktuelle Kommentare
Mehr Finanzbildung allein macht noch keine Aktionäre
Die Österreicher sind Musterschüler beim Sparen, beim Investieren brauchen sie aber dringend Nachhilfe. Am Wissen allein scheitert es nicht. Wer mehr Menschen an den Kapitalmarkt bringen will, muss auch dafür sorgen, dass ihnen am Monatsende etwas zum Anlegen bleibt.
Chinas industrielle Modernisierung und die Korruption
Xi Jinping will mehr Parteidisziplin und weniger Korruption bei der Implementierung der Fünfjahrespläne. Europas Industrie sollte hellhörig sein, denn damit wird maßgeblich über Geschwindigkeit und Qualität der industriellen Modernisierung des Landes entschieden.
Die Sozialhilfe ist das geringste unserer Probleme
Jetzt ist sie also endlich da: die Einigung zwischen Schwarz, Rot und Pink auf eine Reform der Sozialhilfe. Es ist eine pragmatische, vernünftige Anpassung des Systems an die soziale und fiskalische Realität von 2026. Mehr aber auch schon nicht.
Lost in France
Die verstörenden Bilder von den Ausschreitungen in Frankreich haben auch eine massive wirtschaftliche Dimension. Das Wachstum ist bedroht, die Staatsanleihen geraten unter Druck, und auch der Aktienmarkt kommt nicht ungeschoren davon.
Stockers Zukunftsdepot: Vermögensaufbau durch Schuldenaufbau
Bundeskanzler Stocker verwirklicht sein im Sommergespräch 2026 angekündigtes Zukunftsdepot. Der Vermögensaufbau für Kinder soll begünstigt werden. 500 Euro steuert der Staat bei, …
Kaiser Franz Joseph und das Brüsseler Unwort: „Green Deal“
Vor 115 Jahren setzte Kaiser Franz Joseph I. eine Kommission zur Verwaltungsreform für seinen Vielvölkerstaat ein. Sie könnte heute ebenso gut im einst habsburgischen Brüssel tagen, denn der Kampf gegen eine alles überwuchernde Bürokratie ist aktueller denn je. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen – auch wenn sich diese eher in den Niederlanden drehen. Wer dieser Tage nach Brüssel fliegt, braucht ein sonniges Gemüt: Nach ein paar Tagen in der EU-Hauptstadt legt sich eine dunkle Wolke der Schwermut über die Seele.
Mehr Markt wagen
Die EZB könnte zeigen, dass sie ihre Worte selbst ernst nimmt. In einer Zeit, wo der Abstand zwischen den französischen und deutschen Staatsanleihezinsen erstmals wieder so hoch ist wie im Jahr 2012, wäre es an ihr, sich auf ihre Kernaufgaben zu besinnen. Viele EU-Bürger erwarten sich spätestens seit dem Draghi-Report von der EU mehr Markt, sie erwarten sich weniger Bürokratie und weniger sinnloses Eingreifen in Marktdynamiken. Die EZB als Institution kann davon nicht ausgeschlossen sein. Als unabhängiges Institut muss sie das auch bleiben. Aber auch ihr würde es gut tun, sich aus diesen Entwicklungen rauszuhalten und ihr Bekenntnis zu den Marktkräften klarzustellen.
Der Neuwahl-Blödsinn – oder Herbert Kickl
Die SPÖ beschäftigt sich so intensiv mit sich selbst, dass die anderen Parteien bereits überlegen, was sie mit den Überresten anfangen könnten. Da wird so mancher ÖVP-Stahlhelm aufgeregt: Wäre das nicht die einmalige Gelegenheit, gemeinsam mit den Freiheitlichen die SPÖ auf Platz vier abzustrafen, vielleicht sogar hinter die Neos auf Platz fünf. Nur spricht gegen diesen Plan so ziemlich alles, was außerhalb eines parteiinternen Wunschkonzerts eine Rolle spielt.
Österreich bremst die EU Inc. – und sich selbst
Österreich hat vor zwei Jahren im Kleinen getan, was die EU jetzt im Großen versucht: das Gesellschaftsrecht an die Realität wachstumsorientierter Unternehmen anzupassen, mit einfacherer Anteilsübertragung und einer eigenen Anteilsklasse für Mitarbeiterbeteiligung. Diese Erfahrung hätte Österreich in die Verhandlungen zur EU Inc. einbringen können. Es hätte Vorreiter sein können. Stattdessen steht es in Brüssel auf der Bremse.
Der Standort taugt nicht einmal mehr für Tiefkühl-Erbsen
Aus dem emotionalen Streit um das Tiefkühlkost-Werk von Ardo in Niederösterreich werden die falschen Schlüsse gezogen. Es geht hier nicht um eine Kriegserklärung eines internationalen Konzerns. Österreich ist als Standort schlicht zu teuer. Ja, das fällt Unternehmen auf, und ja, sie verlagern dann ihre Produktion an attraktivere Standorte. Das ist kein Schauermärchen neoliberaler Verrückter, es passiert gerade. Jammern, Fluchen und Pflaster aus öffentlichem Geld werden daran nichts ändern.