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Klimawandelschäden lagen 2024 bei über 6 Mrd. Euro

Klima- und wetterbedingte Ereignisse verursachten in Österreich zwischen 2017 und 2024 direkte Schäden und Verluste von insgesamt 29,9 Mrd. Euro. Das zeigt ein Zwischenergebnis der Studie COIN2.0 (Societal Costs of Inaction), die die gesellschaftlichen „Kosten des Nichthandelns“ berechnet und Mitte nächsten Jahres fertiggestellt sein soll. Erstmals können dabei auch die volkswirtschaftlichen Kosten von (Hitze-)Todesfällen dargestellt werden. Durchschnittlich sind seit 2017 jährlich 3,7 Mrd. Euro an Kosten entstanden. Ohne Hitzetote lagen die jährlichen klima- und wetterbedingten Schäden an Vermögen und Ernteeinbußen bei 1 Mrd. Euro. Ausreißer war 2024 mit insgesamt 6,13 Mrd. Euro an klimawandelbedingten Kosten – ein laut Studienautoren „doppeltes Ausnahmejahr“, da das Jahrhunderthochwasser auf einen heißen Sommer mit 989 Hitzetoten folgte. Die Studienautoren plädieren dafür, Klimawandelanpassungs-Maßnahmen in den regelmäßigen Investitionszyklen für Infrastruktur abzubilden, um die Mehrkosten zu dämpfen. Bisher werde häufig erst in Anpassungsmaßnahmen investiert, nachdem Extremwetterereignisse bereits eingetreten sind. „Wir müssen uns auf die Zukunft gerichtet anpassen und nicht auf die Vergangenheit“, appelliert Studienleiterin Birgit Bednar-Friedl.

Quelle: Klima- und Energiefonds – COIN2.0, Pressegespräch