Während Österreich im Jahr 2024 aufgrund starker erneuerbarer Stromproduktion zum Stromexportland wurde, musste 2025 wieder Strom importiert werden. Vor allem in den Wintermonaten ist das österreichische Stromsystem auf Gaskraftwerke und Importe angewiesen, so konnten im Dezember 2025 nur 51,7 % des Stromverbrauchs mit Erneuerbaren gedeckt werden. Um saisonale Schwankungen in der Stromproduktion langfristig ausgleichen zu können, muss Österreich laut Berechnungen der E-Control seine Stromspeicherkapazität bis zum Jahr 2040 auf rund 18 Gigawatt verdreifachen. Bei den Strompreisen erwartet die E-Control für 2027 einen Großhandelspreis von rund 90 Euro/MWh, was einen Energiepreis für Haushaltskunden von 10-11 Cent/kWh (netto) ergibt. Höhere CO2-Bepreisung, teures LNG und nötige Investitionen in Kraftwerke und Leitungen würden eine Rückkehr zum Preisniveau vor der Krise verunmöglichen.
Quellen: E-Control-Hintergrundgespräch, APA via Medienberichte; APG