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Reallöhne in Österreich entkoppeln sich

2024 wuchsen österreichische Löhne inflationsbereinigt so stark wie in fast keinem anderen Land der Eurozone. Das liegt vor allem an der starren Kopplung der jährlichen Lohnerhöhungen an die Teuerung (Benya-Formel). Als Folge stiegen die Lohnstückkosten deutlich und die internationale Wettbewerbsfähigkeit heimischer Betriebe sank. „Werden keine neuen Wege beschritten, ist ein weiteres Abrutschen des Standorts Österreichs unvermeidbar“, so Raiffeisen-Ökonom Matthias Reith. Statt Untergrenze solle die Inflation eine Zeit lang die absolute Obergrenze in den Lohnverhandlungen sein, um wieder konkurrenzfähig zu werden.

Quellen: LSEG, Raiffeisen Research