Die österreichische Industrie wirkt seit 2010 als wichtiger Preisdämpfer für die gesamte Wirtschaft. Während die Verbraucherpreise im Branchendurchschnitt um knapp 46 % gestiegen sind, legten die Preise in der Industrie nur um rund 18 % zu. Das liegt vor allem an deutlich höheren Produktivitätszuwächsen und am intensiven globalen Wettbewerb, der es den Unternehmen nur begrenzt erlaubt, Lohnkostensteigerungen an Konsumenten weiterzugeben. Industriepreise wurden dadurch bis zum Beginn der Energiepreiskrise stabil gehalten – im Gegensatz zu personalintensiven Dienstleistungsbranchen (+47,4 %) und dem staatsnahen Sektor (+56,5 %).
Quelle: RBI/Raiffeisen Research