Heute beschließt der Nationalrat das Doppelbudget 2027/2028. Der Budgetdienst blickt in seiner Analyse aber schon bis 2031 voraus: Zinszahlungen (+64,9 %), Pensionen (+30,0 %) und Militärausgaben (+24,1 %) wachsen deutlich schneller als das nominelle BIP (+20,5 %). Die Gesamtauszahlungen legen mit 13,7 % zu und steigen damit etwa so stark wie die Inflation. Einzelne Bereiche wie Arbeit oder Wirtschaft & Klima schrumpfen sogar real. Das Maastricht-Defizit soll bis 2028 auf 3,0 % des BIP sinken. Die Schuldenquote steigt trotzdem weiter, von 81,5 % (2025) auf 85,0 % (2031), weil die Verschuldung selbst schneller wächst als das BIP. Ein erheblicher Teil der Konsolidierung fließt zudem in die steigende Zinslast selbst statt in echten Defizitabbau.
Quelle: Budgetdienst