Finanzmarkt

Wohin mit dem Geld? Von Monika Rosen

Öl und Gold vom Krieg unterschiedlich betroffen

Der Krieg im Mittleren Osten hat den Ölpreis massiv in die Höhe getrieben. Gleichzeitig konnte Gold seine Rolle als Krisenwährung nicht in gewohnter Manier ausspielen. Was sind die Hintergründe, und warum hat Europa mit dem aufgewerteten Dollar jetzt ein zusätzliches Problem?

Kommentar von Heike Lehner

Die staatliche Pension macht uns ärmer

„Die Pensionen sind sicher.“ Die Finanzierbarkeit des Umlageverfahrens steht für viele außer Frage. Das System auf mehr kapitalgedeckte Füße zu stellen, ist …

„Wohin mit dem Geld?“ von Monika Rosen

Favoritenwechsel an der Wall Street?

Die Finanzmärkte sorgen derzeit für einige Schwindelanfälle bei den Anlegern. Auf dramatische Abstürze folgen rekordverdächtige Erholungen, von Bitcoin und Gold bis zu den Aktienmärkten, die als letzte in den Strudel hineingezogen wurden. Aber wo viel Schatten ist, muss irgendwo auch Licht sein. Es gibt Segmente an der Börse, die von den aktuellen Turbulenzen durchaus profitieren.

Interview

Brezinschek: „Die Börse war wieder ein Werk des Teufels“

Peter Brezinschek, ehemaliger Chefökonom bei Raiffeisen Research, übt scharfe Kritik an der aktuellen Ausgestaltung der betrieblichen Vorsorgekassen. Die Rendite von 3,6 Prozent im Jahr 2025 sei zwar solide, werde jedoch durch politisch erzwungene Vorsicht – Kapitalgarantien und Entnahmemöglichkeit – massiv gebremst. Ein 30- bis 45-jähriger Anlagehorizont würde deutlich höhere Erträge und einen echten Vermögensaufbau für Arbeitnehmer ermöglichen. Brezinschek fordert eine mutige Reform ohne Kapitalgarantien, mit professioneller Asset-Allokation, höheren Aktienquoten und lebenslanger Bindung des Kapitals.

Peter Brezinschek ist Kapitalmarkt-Experte und ehem. Chefökonom bei Raiffeisen Research © Oliver Wolf / Montage: Selektiv
Kommentar von Bernhard Seyringer

Chinas digitale Währung gewinnt an Boden

Verglichen mit der chinesischen Wirtschaftsleistung, ist die Landeswährung „Renminbi (CNY)“ im internationalen Zahlungsverkehr unbedeutend: Weniger als 5 Prozent der internationalen Zahlungen werden damit getätigt. Peking ist sich der Bedeutung bewusst und strebt daher nach einem strategischen Gegengewicht zum US-Dollar. Dem Digital-Yuan (e-CNY) fällt bei diesem Vorhaben die Schlüsselrolle zu.

Kommentar von Heike Lehner

Babybonds: Vermögensaufbau ist Privatsache

Der Staat legt für jedes Neugeborene einen bestimmten Betrag auf den Finanzmärkten an und zahlt diesen nach 18 Jahren schlussendlich aus. In dieser oder einer ähnlichen Ausgestaltung sind die sogenannten „Babybonds“ immer wieder Thema politischer Diskussionen. Sogar US-Präsident Donald Trump hat gestern ein ähnliches Konzept mit dem klingenden Namen „Trump Accounts“ vorgestellt. Doch gerade in Österreich würde das die heimische Vollkaskomentalität weiter befeuern und die Bürger in eine noch größere Abhängigkeit vom Staat treiben.

Wohin mit dem Geld? von Monika Rosen

Gerangel um Grönland: Es geht ums Geld (und um China)!

Kaum hat die Welt das Eingreifen der Amerikaner in Venezuela halbwegs verdaut, da tut sich schon das nächste Feld auf: US-Präsident Trump möchte Grönland unter seine Kontrolle bringen. Notfalls will er die Insel (und ihre Bewohner) kaufen. Warum eigentlich? Welche Investmentchancen tun sich am Rand des Polarmeeres auf? Und bringen sich einige Player vielleicht schon jetzt in Stellung?

Kommentar von Heike Lehner

Geldpolitik: Die Märkte sind nach wie vor verzerrt

Die Party des billigen Geldes bedeutet Staatsverschuldung ohne Ende und schwache Budgetdisziplin der Staaten. Die 10-jährigen Staatsanleihezinsen waren im Euroschnitt am Höchststand um etwa 1,8 Prozentpunkte niedriger als sie es ohne Staatsanleihenankäufe gewesen wären. Und selbst heute liegen sie weiterhin um rund 0,6 Prozentpunkte niedriger, als sie sollten. Das bedeutet, dass die Staaten im Euroschnitt noch immer nicht die Zinsen auf ihre Schulden zahlen, die sie ohne Eingreifen der EZB zahlen würden.

Kommentar von Laura Raggl

Artificial Inflation – der wahre Preis des KI-Booms

Etwa ein Drittel des europäischen Risikokapitals fließt derzeit in KI und DeepTech Startups. In den USA liegt der Anteil mit über 35 % sogar noch höher. Die europäische Tech-Wirtschaft erreicht damit eine geschätzte Wertschöpfung von rund 4 Billionen US-Dollar, knapp 15 % der gesamten Wirtschaftsleistung Europas. Das klingt weniger nach Nische und mehr nach dem neuen Fundament der europäischen Wirtschaft. Doch mit dem Boom steigen auch die Erwartungen.