US-Sicherheitsberater: „Der größte Sieger des Iran-Kriegs ist Wladimir Putin“
US-Sicherheitsberater Jake Sullivan kritisiert scharf, dass es sich beim Iran-Krieg um „einen Krieg der Wahl, keinen Krieg der Notwendigkeit“ handelt, den Donald Trump begonnen habe – ohne unmittelbare Bedrohung und ohne klare Ziele. „Die Trump-Administration hat die Möglichkeit verpasst, den diplomatischen Weg zu gehen“, so Sullivan. Er verweist auf ernsthafte iranische Vorschläge kurz vor der Eskalation. Der fragile Waffenstillstand sei nun kurzfristig positiv, weil er Kämpfe und die Blockade der Straße von Hormus beende. Langfristig warnt Sullivan jedoch vor einem neuen Status Quo, in dem der Iran die Meerenge stärker kontrolliert. Größter Profiteur des Konflikts sei Wladimir Putin durch höhere Ölpreise, gelockerte Sanktionen und aus der Ukraine umgelenkte US-Waffen. Sullivan plädiert für internationale Einheit gegen Irans Druckmittel und mehr Energie-Resilienz in Europa. In der neuen Ära der Geopolitik, in der wir uns befinden, sei es auch legitim, dass über Österreichs Neutralität neu debattiert werde.