Handelsökonom: „Müssen in Zukunft aus Situation wirtschaftlicher Stärke agieren“
Handelsexperte: „Ein Handelskrieg würde insbesondere Österreich schaden“
Diese Steuersenkung ist verantwortungslos
APG-Vorstand: „Europäisches Stromsystem ohne Atomkraft im Winter undenkbar“
IV-Ochsner: „Wirtschaftspolitik muss messbar sein“
Es sei gut, dass die Politik erkannt hat, „dass die Industrie ein massives Problem hat“, sagt der Präsident der Industriellenvereinigung Niederösterreich, Kari Ochsner. Jetzt gehe es aber um die Umsetzung: „Es ist jetzt nicht die Zeit für Reförmchen, wir brauchen echte Reformen“. Was ihm fehlt, sind Strukturreformen bei Pensionen und Gesundheit, um Spielräume zu schaffen für Investitionsanreize. Das sei den Menschen zumutbar. Das gelte auch für ein Anheben der Arbeitszeit – wenn Metaller 39,5 statt 38,5 Wochenstunden arbeiten würden, würde sich das im BIP mit Milliarden niederschlagen.
Ökonom: „Der Staat ist das größte Wachstumsproblem“
Die jüngsten Konjunkturprognosen zeigen für 2025 und 2026 wieder leicht positives Wachstum. Hanno Lorenz, stv. Direktor der Agenda Austria warnt jedoch vor zu viel Optimismus: „Bei rund 1 Prozent Wachstum den großen Aufschwung zu sehen, halte ich für schwierig. Der Wohlstand pro Kopf ist in Österreich dann sechs Jahre lang stagniert.“ Als zentrales Wachstumshemmnis sieht er vor allem den Staat, da sich dieser „in sehr viele Bereiche hineingezwängt hat und eine Abgabenbelastung erzeugt, die Unternehmen und Beschäftigten die Luft abschnürt.“ Lorenz analysiert die fehlende Investitionsstimmung, strukturelle Reformdefizite und erklärt, warum 2026 mehr als kleine Korrekturen nötig sind, um Österreich wieder auf Wachstumskurs zu bringen.
Dolna-Gruber: „Die Merit-Order hat große Vorteile“
„Die Gaspreise sind stark gesunken, aber noch immer höher als vor der Gaspreiskrise 2022“, sagt Energieexperte Christoph Dolna-Gruber im Interview. Dass der …
IV-Chefökonom: Für einen Aufschwung bräuchten wir 2-3 % Wachstum
Von einem klassischen Aufschwung könne heuer kaum die Rede sein, sagt Christian Helmenstein, Chefökonom der Industriellenvereinigung. Dafür brauche es „vorübergehend mindestens zwei Prozent, besser zweieinhalb bis drei Prozent BIP-Zuwachs“. Dass das nicht drin ist, ist der „deprimierende Befund nach einer dreijährigen Rezessions- beziehungsweise Stagnationsphase“ und zeige, dass es sich um ein strukturelles Problem handelt.
Köppl-Turyna: „So können wir mittelfristig nicht wachsen“
Das BIP-Wachstum wird in Österreich derzeit vom Konsum getrieben, vor allem vom staatlichen Konsum. „Das ist kein Zukunftsprogramm, sondern nur eine kurzfristige …
Meinungsforscher: „Regierung ist 2026 verdammt dazu, zu liefern“
Christoph Haselmayer, Geschäftsführer des Instituts für Demoskopie und Datenanalyse (IFDD), spricht sich im Interview mit Selektiv für eine mutigere Reformpolitik aus – die Wahrheit sei der Bevölkerung zumutbar.
Bonin: „Senkung der Elektrizitätsabgabe ist Placebo-Politik“
Die IHS-Wifo-Winterprognose zeigt einen zaghaften Aufschwung, doch die Unsicherheiten bleiben groß. „Wir sind raus aus dem langen Rezessionstal, aber wir sind noch …
IV-Generalsekretär: „Von einem Aufschwung ist keine Rede“
„Im Wesentlichen müssen wir uns selbst am Schopf aus dem Sumpf ziehen und dazu gehört auch, neue Märkte zu bearbeiten, idealerweise begleitet von Handelsabkommen“, sagt er im Interview. Europa müsse seine Hausaufgaben machen und in Beziehung zu den USA wieder Augenhöhe erlangen. Für Österreich wünscht er sich, dass die nahende Industriestrategie auch Maßnahmen bringt, „die über das Regierungsprogramm hinausgehen“. Dann könne diese Strategie sinnvoll und sogar überraschend sein. Zudem brauche es eine Antwort auf den deutschen Industriestrompreis, um nicht eine weitere Abwanderung von Produktion zu riskieren.
Hattmannsdorfer: Neues Stromgesetz ist „Kraftakt für den Wirtschaftsstandort“
Wirtschafts- und Energieminister Wolfgang Hattmansdorfer (ÖVP) betont im Selektiv-Interview die Vorteile, die das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) bzw. „Billigstromgesetz“ Unternehmen bringen wird.
Energie-Steiermark-Vorstand: „Der Österreich-Aufschlag am Strommarkt ist hausgemacht“
Der Vorstand der Energie Steiermark, Martin Graf, begrüßt die Einigung auf das neue Strommarktgesetz, sieht darin aber weiterhin „Widersprüchlichkeiten“. Sonderdividenden staatsnaher Unternehmen zur Netzkostenfinanzierung zu verwenden, kritisiert Graf als „sehr teures Instrument“. Dass die Inflation im Energiebereich heuer wieder deutlich höher ausgefallen ist, liege nicht an den Energieunternehmen, sondern an politischen Maßnahmen. Graf spricht sich weiters für eine Zusammenlegung der österreichischen und deutschen Strompreiszonen aus – der „Österreich-Aufschlag am Strommarkt ist hausgemacht“.
Kommentare
Bablers populistische Maßnahmen und ihre Folgen
Diese Steuersenkung ist verantwortungslos
Das Märchen von der Gegenfinanzierung
Kern sondiert herum, Stocker holt den Kurz-Mann
Umweltrechtsexperte: „Das Verbrennerverbot ist völlig unnötig“
Umweltrechtsexperte Stephan Schwarzer sieht trotz aller Bemühungen auf EU-Ebene noch viel Potenzial für den Abbau von Hürden im Bereich Umwelt und Klima: „Was der Green Deal eigentlich bezwecken will, verhindert er auch selbst.“ Ein Beispiel dafür sei das „Verbrennerverbot“, das kommende Woche entschärft werden könnte. Auch vom Stecken immer neuer Klimaziele hält der Geschäftsführer der E-Fuel Alliance wenig: „Diese Zieldebatte verdeckt nur, dass wir es in fünf Jahren nicht geschafft haben, Wasserstoffstrukturen aufzubauen und CO2-Lager zu errichten.“
Die Wirtschaftskrise in 20 Grafiken
Was sind die Mechanismen dieser längsten Rezession der Nachkriegszeit und wie kommen wir da wieder raus? Selektiv erzählt die Geschichte und wie sie die kommenden Jahre prägen wird in 20 anschaulichen Grafiken.
OeNB-Kocher: „1 % Wachstum könnte neue Normalität werden“
Interview von Stephan Frank und Christoph Hofer Martin Kocher, der neue Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), zeigt sich „optimistisch“, dass die Prognosen …
Uniqa-Chef: „Wollen zur Erhöhung des faktischen Pensionsantrittsalters beitragen“
Uniqa-Chef Andreas Brandstetter hält den Staat mit seinem vielstufigen System aus Bund, Ländern und Gemeinden für zu kostenintensiv und ineffizient: „Der Topf, …
Schellhorn: „Die Industriestrategie ist fertig“
Entbürokratisierungsstaatssekretär Sepp Schellhorn hat ein erstes Entbürokratisierungspaket im Umfang von 113 Maßnahmen vorgelegt, weitere sollen folgen – 600 konkrete Vorschläge befinden sich in der Pipeline.
Pöltner: „Nicht hinter jeder kleinen Pension steckt ein armer Mensch“
Laut dem ehem. Chef der Alterssicherungskommission, Walter Pöltner, kann bei den schwarz-rot-pinken Anpassungen im Pensionssystem „von einer großen Reform überhaupt keine Rede sein.“ Kommende Regierungen können den neuen Nachhaltigkeitsmechanismus einfach wieder abschaffen. Die sozial gestaffelte Pensionserhöhung 2026 habe zudem mit „sozial nichts zu tun“. Denn nicht hinter jeder kleinen Pension stehe automatisch ein armer Mensch. „Wir haben ca. 700.000 Fälle an Auslandspensionen, wo wir gar nicht wissen, wie viel diese sonst noch beziehen.“ Österreich hätte wie Schweden oder Dänemark schon früher verstärkt auf private und betriebliche Vorsorge setzen sollen.
Wiener Börse Punsch 2025: Die besten Bilder des Abends
Die Wiener Börse lud wieder zu ihrem traditionellen Punschtrinken in den Innenhof der Börse. Rund 600 Gäste folgten der Einladung. Neben den …
Adventempfang der IV OÖ: Die besten Bilder des Abends
Die Industriellenvereinigung Oberösterreich lud 2025 wieder zu ihrem traditionellen Adventempfang in die Linzer Brauerei der Tabakfabrik. „Die heimische Wirtschaft verharrte 2025 in …
KI, Bitcoin, Gold: Was ist los auf den Märkten?
Während es bei einigen großen Tech-Werten starke Kurskorrekturen gab, geht es bei Google seit geraumer Zeit deutlich bergauf. Bitcoin hingegen dürfte in …
Ofner: „Green Deal ist Brandbeschleuniger des Abschwungs“
Die Luftfahrt ist laut Flughafen-Wien-Chef Günther Ofner „eine der wenigen Branchen, die trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds wächst“. Standortschwäche und Kostensteigerungen zwingen aber auch den Flughafen zu „Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen“. Kein gutes Haar lässt Ofner an der Regulierung im Dienste des Klimaschutzes: „Die Berichterstattung bringt dem Klima gar nichts und verursacht nur unnötige Kosten. Die Regulierungen für den Flugverkehr sind in Europa sehr wachstumsschädlich“.