Während 2025 die Importe zulegten, gingen die Exporte leicht zurück. Unter dem Strich blieb ein Warenhandelsdefizit von 6,6 Mrd. Euro, nach einem kurzen Überschuss im Jahr davor. Besonders deutlich zeigte sich das bei chemischen Erzeugnissen, deren Exporte um 9 % einbrachen, während die Leitbranche Maschinen und Fahrzeuge kaum noch wuchs. Für 2026 und 2027 wird ein Defizit in ähnlicher Größenordnung wie 2025 erwartet, rund −1,4 % des BIP. Der Wifo-Prognose liegt die Annahme zugrunde, dass Österreichs Exporte weiterhin Marktanteile verlieren. Berücksichtigt ist dabei nur der Warenhandel. Dienstleistungen wie der Tourismus fließen erst in die Leistungsbilanz ein.
Quellen: Wifo, Statistik Austria, OeNB, eigene Berechnungen