Gleicher Einsatz, unterschiedliche Wirkung. Österreich hat mit 43,5 % im Jahr 2023 eine der höchsten Abgabenquoten der EU. Eine Studie von EcoAustria zeigt, dass Steuersenkungen im Volumen von 1 % des BIP (rund 5 Mrd. Euro) die Wirtschaft ankurbeln, die Wahl der Steuerart aber über Ausmaß und Verteilung der Effekte entscheidet. Im simulierten Szenario erzielt eine Senkung der Lohn- und Einkommensteuer (ESt) in der kurzen Frist (bis 2027) den größten BIP-Zuwachs (+0,87 %), eine Reduktion der Lohnnebenkosten (LNK) den stärksten Beschäftigungseffekt (+0,63 %). In der langen Frist (bis 2045) bleibt die ESt beim BIP vorne (+1,19 % vs. +0,76 % bei der LNK). Weil die LNK-Senkung jedoch die stärksten Arbeitsmarkteffekte erzeugt, finanziert sie sich am stärksten selbst und belastet das Budget unterm Strich am wenigsten. Die Budgetkosten betragen 2045 nur −0,27 % des BIP, gegenüber −0,45 % bei der ESt.
Quelle: EcoAustria