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WIFO/IHS-Sommerprognose: Verhaltener Aufschwung

Wifo und IHS haben ihre Sommerprognose vorgelegt: Das reale BIP soll 2026 um 0,9 % (Wifo) bzw. 0,8 % (IHS) wachsen, nach 0,8 % im Vorjahr. 2027 erwarten die Institute 1,1 % bzw. 1,0 % Wachstum – etwas mehr als OeNB (0,6 % / 1,1 %) und Raiffeisen Research (0,7 % / 1,0 %), deren Prognosen schon zuvor veröffentlicht wurden. Basis der Aufwärtsrevision ist eine Datenkorrektur von Statistik Austria: Das BIP 2025 war um 0,2 Prozentpunkte stärker gewachsen als bisher ausgewiesen. Hauptbelastung bleibt der Irankrieg, der die Straße von Hormus seit Ende Februar blockiert und die Energiepreise unter Druck hält. Die Inflation dürfte 2026 auf 3,0 % (IHS) bzw. 3,2 % (Wifo) steigen, 2027 auf 2,3 % bzw. 2,4 % zurückgehen. Die Realeinkommen sinken 2026 das zweite Jahr in Folge: Laut Wifo bleiben die Lohnsteigerungen je Kopf rund 0,75 Prozentpunkte hinter der Inflationsrate zurück. Das gesamtstaatliche Defizit soll 2026 bei 4,0 % bis 4,1 % des BIP liegen und 2027 auf 3,7 % sinken – beides über der Maastricht-Grenze und über den Planwerten des Finanzministeriums (Grafik: Defizit: Fiskalrat und Regierung uneins). Die Schuldenquote steigt bis 2027 auf rund 84 % des BIP.

Quellen: IHS, WIFO, OeNB, Raiffeisen Research