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Selektive Grafiken

Strompreis noch unter Krisenniveau

Die Bundesregierung hat das Gesetz zum bereits Ende Mai verkündeten Energiepreis-Krisenmechanismus in Begutachtung geschickt. Liegt der Großhandelspreis im Sechsmonatsdurchschnitt drei Monate in Folge über 165 Euro/MWh und der durchschnittliche Netto-Energiepreis für Haushalte über 16,5 ct/kWh, wird der Strompreis für Haushalte auf 10 ct/kWh gedeckelt (bis 2.900 kWh Jahresverbrauch). Der Großhandelspreis für September liegt bei 147,17 Euro/MWh, der durchschnittliche Endkundenpreis für Haushalte bei 13,88 Cent/kWh – beide Werte befinden somit noch unter der Krisenschwelle. Mit 23,79 ct/kWh erreichte der Strompreis im Frühjahr 2023 seinen bisherigen Höchststand, seit Jahresbeginn 2026 stagniert der Endkundenpreis bei rund 14 ct/kWh, wie Selektiv exklusiv vorliegende Daten der E-Control zeigen. Der Verband der E-Wirtschaft sieht den Mechanismus kritisch, rechnet aber auch nicht damit, dass er im kommenden Winter zur Anwendung kommt. Man werde sich den Gesetzesentwurf für den Krisenmechanismus genau ansehen und sich einbringen, sagte Generalsekretärin Barbara Schmidt gestern am Energiekongress. Der Markt funktioniere, betonte sie – bei Eingriffen sei immer Vorsicht geboten. „Ich rechne nicht damit, dass die Endkundenpreise im heurigen Winter großflächig die Krisenschwelle erreichen werden“, erklärte Michael Baminger, Präsident von Oesterreichs Energie, im Selektiv-Interview.

Quellen: Pressefoyer nach Ministerrat, BKA, E-Control auf Selektiv-Anfrage, Baminger zu Selektiv