Seit der schrittweisen Anhebung des Frauenpensionsalters ist die Arbeitslosigkeit bei 60- bis 64-jährigen Frauen deutlich gestiegen. Im März 2026 waren 7.045 Frauen dieser Altersgruppe arbeitslos – rund dreieinhalbmal so viele wie Anfang 2024. Gleichzeitig ist die Zahl der unselbstständig beschäftigten Frauen von 60 bis 64 Jahren auf 85.138 geklettert – eine Verdoppelung zum Ausgangswert (Dez. 2023: 42.385). Christine Mayrhuber, Vorsitzende der Alterssicherungskommission bilanziert bei einer Pressekonferenz: „Frauen, die eine Beschäftigung haben, bleiben dabei und verlängern ihre aktive Erwerbstätigkeit.“ Ingrid Korosec (Seniorenbund) und Birgit Gerstorfer (Pensionistenverband) fordern einen „Schulterschluss“ von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Staat. Es brauche ein Umdenken bei Unternehmen in Bezug auf ältere Arbeitskräfte sowie eine Bonus-Malus-Regelung in der Arbeitslosenversicherung für Betriebe, die ältere Mitarbeiterinnen halten oder einstellen.
Quellen: AMS, APA via Medienberichte, Pensionistenverband auf Facebook