Wifo und IHS haben ihre Konjunkturprognosen für 2026 infolge des Irankriegs gesenkt: Statt bisher 1,2 bzw. 1,0 % (Dez. 2025) erwarten sie nun ein reales BIP-Wachstum von 0,9 % (Wifo) bzw. 0,5 % (IHS). Noch pessimistischer kalkuliert Raiffeisen Research mit 0,3 % statt zuvor 1,0 % Wachstum. Für 2027 bewegen sich die Prognosen nun zwischen 0,7 % (IHS/Raiffeisen Research) und 1,3 % (Wifo). Die Inflation (HVPI) wird 2026 zwischen 2,7 % (OeNB) und 3,5 % (Raiffeisen Research) erwartet. Die Wifo-Prognose dient traditionell als wichtigste Grundlage für die Budgetverhandlungen des Bundes. IHS-Direktor Holger Bonin sprach sich aus Vorsichtsgründen für ein größeres Sparpaket als die von Finanzminister Markus Marterbauer anvisierten 2 Mrd. Euro aus, etwa 3 Mrd. Euro wären sinnvoll.
Quellen: Pressekonferenz, Frühjahrsprognosen – IHS, Wifo, OeNB, RBI/Raiffeisen Research | Reaktionen: FPÖ, Neos, Grüne, IV, ÖGB, WKÖ, WKÖ Kärnten, Wirtschaftsbund