Österreich

Interview

Hattmannsdorfer: „Können nicht länger mit Vollgas gegen die Wand steuern“

Anfang November führte Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer eine Wirtschaftsdelegationsreise in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) an. Aufgrund von zunehmendem US-Protektionismus und chinesischer Subventionspolitik müsse Österreich sich umorientieren: „Die VAE sind ein starker neuer Allianzpartner.“

Wolfgang Hattmannsdorfer ist Wirtschaftsminister in Österreich © BKA/Andy Wenzel/Montage: Selektiv
Selektive Grafiken

Wachstum der Kammerumlagen in der WKÖ

Die Kammerumlage 2 der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) ist in den vergangenen Jahren deutlich überinflationär gestiegen: Seit 2010 wuchs sie um 65,4 % …

Interview

Bruckbauer: „Deutschland performt in den letzten Jahren schlechter als Österreich“

Unterm Strich wird sich heuer ein kleines Wirtschaftswachstum ausgehen, aber das Potenzialwachstum bleibt mittelfristig niedrig. „Wir können den Rückgang des Potenzialwachstums durch die Demografie in den nächsten 10 Jahren ausgleichen, indem jeder Beschäftigte in Österreich pro Jahr um 50 Stunden mehr arbeitet“, sagt Stefan Bruckbauer, Chefökonom der Bank Austria. Noch schwächer als Österreich habe sich in den vergangenen Jahren aber Deutschland entwickelt und auch auf den bevorstehenden Strukturwandel Richtung IT und Künstliche Intelligenz sei Österreich besser vorbereitet.

Stefan Bruckbauer ist Chefökonom der UniCredit Bank Austria © UniCredit Bank Austria / Montage: Selektiv
ZeitGeschichten von Gerhard Jelinek

Der Vorläufer der WKÖ hat seine Wurzeln in der Revolution

Da gehen Wiener einmal auf die Barrikaden, machen Revolution, vertreiben den Regierungschef, erhängen einen Minister und was kommt dabei raus: die Handelskammer. Die in Rufe nach Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft wurden schon Mitte der 1990er-Jahre erhört. Eine Abstimmung ging aber zugunsten selbiger aus. Die Finanzierung der Handelskammern wurde aber ursprünglich nicht den (Pflicht-)Mitgliedern aufgehalst.

Kommentar von Rainer Nowak

Harald Mahrers Glück und Ende

Es handelt sich vielleicht um den ersten Rücktritt in der Geschichte, den ein national bekannter Chef eines Unternehmens vollziehen musste, da er seine Mitarbeiter zu großzügig entlohnen und dies dann mit Taschenspielertricks verschleiern wollte. Aber das klingt nach Mitleid mit Harald Mahrer und das hat er nicht verdient. So tief ist sein Fall nicht.

Selektive Grafiken

2024: Wer in Österreich Sozialhilfe bezieht

Im Jahresdurchschnitt 2024 bezogen 205.781 Personen Sozialhilfe bzw. Mindestsicherung – ein Anstieg um 4,5 % oder rund 8.800 Personen gegenüber dem Vorjahr. Mehr …

Zeitgeschichten von Gerhard Jelinek

Selbst die Kronjuwelen können das Budget nicht retten

Österreichs schlittert in ein Budgetdefizit von 4,9 Prozent – trotz höchster Steuerbelastung. Welch ein Glück, dass in Kanada ein Juwelenschatz der Habsburger gefunden wurde. Der SPÖ-Vorsitzende wittert „Staatseigentum“. Befreit der gelbschimmernde Diamant von Herzog Karl dem Kühnen Österreich aus der Schuldenkrise? Fragen über Fragen!

Kommentar von Gerald Loacker

WKÖ: Die Ruhe nach dem Sturm

Stabil und unbeeindruckt steht der Koloss Wirtschaftskammer da, nachdem sich das Brausen gelegt hat: mit weiterhin teuren Kammerumlagen, der 4,2%-igen Gehaltserhöhung der WK-Beschäftigten, den zwei Milliarden Euro an Rücklagen und den exorbitanten Erhöhungen der Bezüge vieler Funktionäre. Manche Beobachter fragen sich, wie es das alles geben kann: Keine Konsequenzen für irgendetwas oder irgendjemanden. Aber so funktioniert das Kammerwesen in Österreich. Es gibt zwar Kontrolle, aber keine funktionierende.

Selektive Grafiken

Budgetdefizit der Bundesländer 2024 und 2025

Aufgrund höherer Verschuldung von Ländern und Gemeinden soll das gesamtstaatliche Defizit heuer auf 4,9 % steigen. Noch am Freitag hatte der Fiskalrat ein …