Gerhard Jelinek

Gerhard Jelinek ist ein österreichischer Journalist, Fernsehmoderator und Buchautor. Der Jurist und erfahrene Journalist gestaltete rund 70 politische und zeitgeschichtliche Dokumentationen und Porträts.

ZeitGeschichten von Gerhard Jelinek

Einen neuen Proporz für den ORF

Die Zeitungen und privaten Sender brauchen den ORF wie einen (unsinkbaren) Flugzeugträger. Sie müssen die Chance haben, bei ihm anzudocken, auf ihm zu landen, ihn durch Zusatzangebote gerade auch im vernachlässigten „öffentlich-rechtlichen Auftrag“ bereichern. In der unfairen Konkurrenz mit den amerikanischen Giganten Google, Facebook, Meta, Insta & Co. macht es wenig Sinn, den ORF ein bisschen zu schwächen und wegen einer peinlichen Affäre in der Chefetage sturmreif zu schießen. Es bräuchte eine Neuordnung der gesamten Medienbranche, einen neuen „Proporz“ zwischen dem ORF und den Privaten.

Zeitgeschichten von Gerhard Jelinek

Bablers populistische Maßnahmen und ihre Folgen

Andreas Babler (und die Regierungsmitarbeitenden) sollten gelegentlich Sophokles lesen – oder ihn zumindest googeln. Die „Erfolge“ des Vizekanzlers sind quasi Opfer wider die Vernunft, die für den Erhalt der Dreierkoalition offenbar notwendig sind.

Zeitgeschichten von Gerhard Jelinek

Was ist Oesterreich?

Der Jahreswechsel böte Zeit und Notwendigkeit für eine neue Grundsatzrede eines österreichischen Bundeskanzlers. Die Tage rund um einen Jahreswechsel sind – obwohl politisch eigentlich gar nichts los ist – eminent wichtig für die Meinungsbildung. Familien kommen zusammen, reden, es wird Bilanz gezogen und aufs nächste Jahr geblickt. Es ist/wäre der Zeitpunkt für klare Worte – für Orientierung. Vielleicht finden sich ja Journalisten, die wie einst Hans Magenschab und Ernst-Wolfram Marboe für Leopold Figl einen Text schreiben, den der Bundeskanzler spricht. Ein (anmaßender) Vorschlag für Bundeskanzler Christian Stocker.

ZeitGeschichten von Gerhard Jelinek

Immer schon ein Thema: Wann wird Strom endlich billiger?

Vor genau 101 Jahren geht dem Wiener Rathaus ein Licht auf. Und die Boulevardzeitungen bewegt ein Thema: Wann wird Strom endlich billiger? Ein alter Spruch bewahrheitet sich: Journalismus ist Wiederholung. Und Politik auch.

ZeitGeschichten von Gerhard Jelinek

Der Vorläufer der WKÖ hat seine Wurzeln in der Revolution

Da gehen Wiener einmal auf die Barrikaden, machen Revolution, vertreiben den Regierungschef, erhängen einen Minister und was kommt dabei raus: die Handelskammer. Die in Rufe nach Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft wurden schon Mitte der 1990er-Jahre erhört. Eine Abstimmung ging aber zugunsten selbiger aus. Die Finanzierung der Handelskammern wurde aber ursprünglich nicht den (Pflicht-)Mitgliedern aufgehalst.

Zeitgeschichten von Gerhard Jelinek

Selbst die Kronjuwelen können das Budget nicht retten

Österreichs schlittert in ein Budgetdefizit von 4,9 Prozent – trotz höchster Steuerbelastung. Welch ein Glück, dass in Kanada ein Juwelenschatz der Habsburger gefunden wurde. Der SPÖ-Vorsitzende wittert „Staatseigentum“. Befreit der gelbschimmernde Diamant von Herzog Karl dem Kühnen Österreich aus der Schuldenkrise? Fragen über Fragen!

Zeitgeschichten von Gerhard Jelinek

Warum der Weltspartag seinen Sinn verloren hat

Die Idee zur Propagierung der Sparsamkeit kam aus dem Italien Benito Mussolinis. Zwei Jahre nach dem „Marsch auf Rom“, der schließlich den ursprünglich sozialistischen Journalisten Mussolini als „Duce“ an die Macht bringen sollte, trafen sich rund 350 Sparkassendirektoren aus mehr als zwei Dutzend Ländern auf Einladung der Mailänder Stadtsparkasse in der lombardischen Metropole. Sie gründeten die „Weltvereinigung der Sparkassen“. Nach den Kriegs- und den Inflationsjahren sollte „Sparen“ wieder ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden.

ZeitGeschichten von Gerhard Jelinek

Japans Aufbruch in die Moderne begann auch in Wien

Am vergangenen Montag schloß die EXPO 2025 in Osaka ihre vielen Pforten. Nach anfänglichen Problemen wurde die Weltausstellung doch noch ein Publikumserfolg. Vor ziemlich genau 152 Jahren besuchte eine kleine japanische Abordnung die Wiener Weltausstellung im Prater.

ZeitGeschichten von Gerhard Jelinek

„Das Eigenthum ist unverletzlich“ – von wegen

Man könnte beinahe Sehnsucht bekommen nach der „guten alten Zeit“ in der ein Satz galt: „Das Eigenthum ist unverletzlich“. Die politischen und rechtlichen Entwicklungen der letzten paar Jahre und der letzten Wochen, lassen diese Sehnsucht nach der liberalen Phase der k.u.k Monarchie wachsen: Grundlegende Rechte und grundlegende Prinzipien einer freien Gesellschaft werden angegriffen, von bekennenden Marxisten sowieso, aber auch unter Zutun vermeintlich bürgerlicher Parteien. 

Zeitgeschichten von Gerhard Jelinek

Als in Österreich das Brot ausging

Soll, kann, darf ein Preis in einer freien Marktwirtschaft staatlich festgesetzt werden? Und zeitigt das den erwünschten Erfolg?

Zeitgeschichten von Gerhard Jelinek

Der Staat sollte einfach mal nichts tun

Vielleicht braucht Österreichs Wirtschaft – und nicht nur diese – einfach stabile Verhältnisse, Rahmenbedingungen, die nicht alle paar Monate geändert, Gesetze auf die sich Investoren aller Größenordnungen einfach verlassen können, Rechtssicherheit eben. Zwei aktuelle Beispiele.