Selektive Nachrichten

Interview

China-Züge in Österreich: „Das war auf jeden Fall ein Warnsignal“

Dass die Westbahn Züge bei einem chinesischen statt einem europäischen Hersteller gekauft hat, war für die Branche ein Warnsignal, meinen Christian Diewald und Anil Rai vom Verband der Bahnindustrie. „Ich sehe das mittlerweile sportlich“, erklärt Bahnindustrie-Präsident und Stadler-Österreich-Chef Diewald. Man müsse auch Learnings daraus ziehen, etwa im Bereich der Zulassung, die in Europa zu kompliziert sei.

Christian Diewald und Anil Rai vom Verband der Bahnindustrie © VBI | Montage: Selektiv
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Copa-Data-CEO: „Das ist ein Teufelskreis der digitalen Abhängigkeit“

„Es schmerzt mich persönlich, wenn ich sehe, wie europäisches Geld in US-Tech-Riesen fließt und dieses Spielgeld dann verwendet wird, um europäische Player zu kaufen“, sagt Johannes Wolf, der mit Copa-Data einen Industrie-Software-Marktführer aus Österreich leitet. Es bräuchte seiner Meinung nach Anreize, damit heimische Gründer das Kapital aus einem Exit wieder in heimische Startups reinvestieren. Zudem plädiert er darauf, stärker auf Technologien aus Europa oder Österreich zu setzen.

Johannes Wolf ist Geschäftsführer der Copa-Data CEE/ME © Copa-Data / Montage: Selektiv
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Zehetner: Erneuerbaren-Sanktionen für säumige Bundesländer

Die Auswirkungen des Iran-Kriegs auf Preise und Inflation seien derzeit noch schwer abzuschätzen, sagt Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner. Eingriffe in die Energiepreise hält sie aber nicht für notwendig: „Nach den Schätzungen der E-Control werden die Heizkosten keinen großen Sprung machen, vielleicht um einen Cent.“ Die Gaspreise sind zudem noch sehr weit von dem Preisniveau zu Beginn des Ukraine-Kriegs entfernt.

Elisabeth Zehetner Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus im BMWET © BKA/Andy Wenzel/Montage: Selektiv
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„Der Finanzminister ist der ärmste Hund von allen“

Hanno Lorenz, stv. Direktor der Agenda Austria, lehnt Erbschafts- und Vermögenssteuern zur Budgetsanierung ab. Das Problem seien nicht fehlende Einnahmen, sondern die massiv gestiegenen Ausgaben seit Corona- und Energiekrise. „Es ist absurd zu sagen, es fehlt an den Einnahmen“, so Lorenz. Wären die Ausgaben seit 2019 nur mit der Inflation gestiegen, lägen sie 2025 knapp 30 Milliarden Euro niedriger. Stattdessen explodieren demografiebedingte Ausgaben wie Pensionen, Pflege und Gesundheit. Neue Steuern lösen das nicht, sondern bergen das Risiko von Kapitalflucht und ausbleibenden Investitionen.

Hanno Lorenz ist stv. Direktor der Agenda Austria © Markus Rössle / Montage: Selektiv