Jeden Samstag neu!

Kulinarisches-Briefing: Die neuesten Business-Lunch-Geheimtipps

Business-Lunch-Geheimtipps gesucht? Ein Überblick über die wichtigsten Restaurantkritiken und kulinarischen Neuigkeiten der Woche. – von Dominik Futschik 

24.-30. Mai

Klassiker: NIHONBASHI ★ Empfehlenswert

Japanische Küche, die sich nicht nur auf Sushi reduzieren lässt. Das NihonBashi ist einer jener seltenen traditionellen Japaner, der die Vielfalt der Küche ernst nimmt: Shabu Shabu, Tempura, Soba, Nattō, großartige Nigiri – und dazu noch eine authentische Karaoke-Bar, die niemand erwartet und alle lieben. Tipp der Selektiv-Redaktion: Sake und gegrillter Aal.

Neu: CHINACY KARLSPLATZ ★ Solide

Die Kunsthalle am Karlsplatz hat viele Konzepte kommen und gehen sehen – das Chinacy macht einen beständigeren Eindruck.  Anna Burghardt lobt in der Presse vor allem den Service: „Wie erholsam, fast tiefenentspannend aufmerksamer Service doch sein kann.“ Kulinarisch solide: Wantan mit Szechuan-Sauce (€ 7,90), Tigerskin-Pfefferoni (€ 6,40), Mungbohnengelee-Nudeln (€ 7,20). Preise sind generell moderat. Gute Adresse zwischen Naschmarkt, TU und Freihausviertel.

Neu: PESCOBAR ★ Durchwachsen

Oktopus am Kebab-Spieß – die Idee klingt mutiger als das Ergebnis schmeckt. Karin Schuh berichtet in der Presse über die rumänische Kette im Domenig-Haus auf der Favoritenstraße: Das Konzept ist ungewöhnlich, die Umsetzung lückenhaft. Hummus kalt aus dem Kühlschrank, Garnelen wenig berauschend, Sauce eher mau. Fazit: Der Oktopus hat Besseres verdient, als auf einem Kebab-Spieß zu landen.

Neu: LITTLE NOODLE HUT ★ Empfehlenswert

Handgezogen, handbefüllt, keine Abkürzungen. Severin Corti entdeckt im Standard authentische chinesische Nudeln auf der Alser Straße. Die Beef Noodles in Chilibrühe sind „ein Topf Glückseligkeit“, die Jiaozi prall und brennheiß. Öffnungszeiten gelten nur als Richtwert – solange das Nudelwasser heiß ist. Hinweis: Die Golden Noodles mit rohem Knoblauch lieber nicht vor wichtigen Meetings bestellen.

17.-23. Mai

Klassiker: CASOLARO BROS ★ Empfehlenswert

Die legendären Pioniere des Wiener Italo-Aperitivo: Während der Trend längst die ganze Stadt erfasst hat – zuletzt etwa das Valberg in der Seilergasse – gehören die Casolaro Bros im Vierten wahrscheinlich zu den Ersten, die ihn nach Wien gebracht haben. Solider Feinkosthandel, großartige handgemachte Paninis und italieni­sche Partymusik: Kein Konzept, das sich groß erklären muss. Perfekter Italo-Afterwork, findet die Selektiv-Redaktion.

Update: DONAUHOF ★ Solide

Bereits besprochen 8.–15. Mai im Falter: empfehlenswert. 15.–22. Mai in der Presse: empfehlenswert.

Drei Kritiker, drei unterschiedliche Meinungen – und das Bild wird differenzierter. Herbert Hacker vergibt im Kurier solide 86 von 100 Punkten: Das Ambiente stimmt, die gefeierten Käsekrainer sind „nur“ Käsekrainer („gut, aber es gibt bessere“) und das Beef Tartar ist ok („nicht der Gipfel der Originalität“). Severin Corti ist im Standard noch kritischer: Die Paradeiskrautfleckerln enttäuschen mit Farfalle statt echten Fleckerln und fehlendem Kümmel, der Spargel findet keinen Geschmacksbogen. Besser: Zwiebeltarte, Saibling und Schulterscherzel. Beide sind sich einig – in ein paar Wochen, wenn sich die Küche eingespielt hat, sollte das Bild freundlicher aussehen. Holzers und Burghardts Begeisterung vom Falter und der Presse bleibt vorerst die Minderheitsmeinung.

Neu: MONAMI GARTEN ★ Empfehlenswert

Der beste Gastgarten des Sommers könnte schon gefunden sein. Bernadette Bayrhammer schwärmt in der Presse über den neuen Ableger des Monami-Teams im ehemaligen Kaiserwalzer in Mariahilf: Heurigenkörberl mit Bratenaufschnitt, Grammelschmalz und warmem Erdäpfelsalat (€ 8,90 p.P.), knusprig-saftige Hendlkeule (€ 13,80), dazu Sanddornspritz oder Negroni – weil kein echter Heuriger, darf das auch sein. Lindgrüne Kacheln, Hollerbusch, farbenfrohen Geschirr: Überraschend lieb statt peinlich-bemüht.

Neu: BIERNAT’S KÖLSCHBAR ★ Empfehlenswert

Endlich ein Ort, wo man Kölsch trinken kann, ohne nach Düsseldorf oder Köln fahren zu müssen. Florian Holzer erklärt im Falter: Kölsch ist kein gewöhnliches Bier, sondern seit den 1960ern geschützte Ursprungsbezeichnung – und Dominic Biernat aus Solingen hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Trinkkultur dahinter nach Wien zu bringen. Die 0,2-Liter-Gläser sind kein Folklore, das automatische Nachschenken kein Gimmick. Zu essen gibt’s den klassischen „Halve Hahn“ – Roggenweckerl mit Käse, Gurkerln und Löwen-Senf (€ 7,90). Mehr braucht’s nicht.

9.-16. Mai

Neu: ARMANDOS ★ Durchwachsen

Lateinamerika trifft Türkei – und verliert sich manchmal dabei. Anna Burghardt urteilt in der Presse: Küchenchef Enes Irik bespielt den Nachfolger des Leopold im Karmeliterviertel mit spanisch-türkisch-lateinamerikanischer Fusionsküche – zu verkopft, zu forciert. Die türkischen Teigtaschen mit Birria-Rindfleisch sind das Highlight, die Croquetas mit Pastırma eher ungelenk. Dabei hat Irik im Oben bewiesen, dass er großartig kochen kann. Wegen des Gastgartens hingehen, auf das Konzept noch etwas warten.

Update: DONAUHOF ★ Empfehlenswert

Bereits besprochen (25. April bis 8. Mai) im Falter: empfehlenswert.

Holzers Begeisterung hält der Nachkritik stand. Anna Burghardt bestätigt in der Presse das Urteil: Paradeiskrautfleckerln mit Grammeln „geradezu erstaunlich köstlich“, Weinkarte undogmatisch, Küche mit kaum Angriffsfläche. Einzige Schwachstelle: Kaffeemaschine und Barista müssen noch Freunde werden.

Neu: BELLA BELLA BAR ★ Empfehlenswert

Ein gerettetes Kino, eine Bar, die den Namen verdient. Florian Holzer berichtet im Falter über die Bella Bella Bar im frisch sanierten Bellaria: sechs rotsamtene Sitznischen, Vintage-Charme, Bellaria Sprizz mit Kirschlikör (€ 7,–), Bicicletta aus Campari und Grünem Veltliner (€ 6,–). Beim Bier leider Konzernware. Bisserl retro ist halt oft das Allerbeste.

25. April bis 8. Mai 

Neu: ARICI ★ Empfehlenswert

Drei Kritiker, ein Lokal, ein Urteil – selten einig. Das Arici im 8. Bezirk bespielt das wohl schönste Gastro-Interieur Wiens. Art Déco, Marmorfassade, Raumhöhe zum Staunen – endlich mit einer Küche, die mithalten kann. Florian Holzer schwärmt im Falter von der unkomplizierten Italo-Küche, Severin Corti lobt im Standard Carbonara und Preise, Anna Burghardt sieht in der Presse noch Finetuning-Bedarf bei Pasta und Trippa fritta. Betrieben von Quereinsteigerin Mila Arici – davor Visagistin, zuletzt Chefköchin in Kärnten – und Gastro-Profi Simon Steiner. Vitello tonnato, Sardinenpâté und Cotoletta Milanese (€ 23,–) überzeugen alle drei. Nach den Vorgängerlokalen „Das Kleine Paradies“ und dem „Creo“ endlich wieder ein Restaurant, das dieser Adresse gerecht wird.

Klassiker: RESTAURANT RESSELPARK ★ Durchwachsen

Früher kultig, heute solide – und das ist leider kein Kompliment. Das Cafe-Restaurant Resselpark hat den Umbau 2025 nicht unbeschadet überstanden: Das neue architektonische Konzept raubte viel vom ursprünglichen Charme des Gastgartens. Schade, denn die Lage ist unschlagbar – Studierende von der TU gegenüber, Office-Nomaden aus der nahen Innenstadt, Touristen, alle unter einem Kastanienbaum. Was bleibt: die legendären Knödel. Grammelknödel, Fleischknödel, Spinatknödel, Tomatenknödel mit Mozzarellaherz – studentenfreundlich kalkuliert. Wegen der Knödel hingehen, über den Rest besser hinwegsehen, findet die Selektiv-Redaktion.

Neu: DONAUHOF ★ Empfehlenswert

Sechs Jahre Warten, und es hat sich gelohnt. Florian Holzer war im Falter schon ungeduldig – das ehemalige Grand Hotel von 1902, jahrzehntelang Holzlager, ist endlich offen. Küchenchef David Adamer und Serviceleiter Philipp Schneider, beide ex-Bruder, kochen in abgekratzten Jugendstilwänden auf beachtlichem Niveau: Zwiebeltarte mit Crème fraîche (€ 14,–), Paradeiskrautfleckerln mit Sauerrahm (€ 14,–/18,–), Rahmherz mit perfekten Briocheknödeln (€ 22,–). Weinkarte undogmatisch, Service herzlich, Holzers Fazit: „Der Donauhof schießt den Vogel ab.“

Neu: CHAIHONA ★ Solide

Georgische Karte, ukrainisches Küchenchef-Team, sowjetisches Gemütsgefühl – und eine der besten Suppen Wiens. Anna Burghardt schreibt in der Presse über den Neuzugang am Schottentor, der das Interieur des „Ziizuu“ übernommen hat. Das Kharcho – Rindfleischsuppe im Kupfertöpfchen, säuerlich, kräuterduftig, mit butterweichem Fleisch – ist das kulinarische Highlight. Solide auch: Badrijani Nigvzit, Manti und Lula-Kebab. Was fehlt: kaukasische Weine glasweise.

Neu: VALBERG ★ Solide

Champagner statt Spritz, Beef Tartar statt Chips – der Aperitivo-Boom erreicht die selbst ernannte Oberliga. Karin Schuh beschreibt in der Presse das Valberg in der Seilergasse als edle Stehbar mit Dom Pérignon auf der Karte und Publikum, das sich das leisten kann. Das Beef Tartar mit gehobeltem Trockendotter (€ 23,–) überzeugt, das Vitello-Tonnato-Sandwich (€ 20,–) fällt etwas mau aus. Gut frequentiert, gut sortiert – nichts für schmale Geldbörsen.

Neu: JIU DING LOU ★ Empfehlenswert

Ein Chinese in Neubau, der sich was traut – und dabei meist gewinnt. Severin Corti erkundet im Standard das neu gestaltete Jiu Ding Lou: Vater kocht Tradition, Sohn interpretiert kreativ. Die Krabben-Lychee-Knödel mit Trockeneis-Inszenierung sind das Spektakelgericht, der schwarze Reis mit Pork Floss das eigentliche Highlight. 13 Seiten Speisekarte, man kommt nicht drum herum, öfter herzukommen.

18.-24. April

UPDATE eines Klassikers: IN-DISH  Solide

Indien, neu kalibriert. Das In-Dish hat 2025 sein Konzept geschärft: Old English Style Bombay Café, moderner interpretierte indische Küche. Für den Business Lunch funktioniert es gut: schneller Service, Menü um 12,90 Euro in Fisch, Fleisch und Veggie. Der Schanigarten ist nicht der ruhigste. Gute Empfehlung für die Mittagspause – abends würde man vielleicht auch woanders hingehen, findet die gestrenge Selektiv Redaktion.

NEU: OTTO UND CAMILLO ★ Empfehlenswert

Kaffeepause mit Gesamtkunstwerk-Blick. Florian Holzer berichtet im Falter über das neue Café im Pavillon C des Steinhof-Areals: Tristan Weisbrod und Jonas Zambo haben den ehemaligen Greißler mit wenig Aufwand in ein entspanntes Café verwandelt. Selbstgebackene Kuchen, täglich Vegetarisches, erstklassiger Espresso. Der Käse-Gemüse-Toast (€ 6,50) überzeugt – nur aufpassen: Verbrennungsgefahr durch hitzespeichernde Gemüsestücke. Öffi-Anbindung mies, Atmosphäre unschlagbar.

NEU: SOULA  Durchwachsen

Bereits besprochen im Kulinarischen-Briefing 20.–27. März, in der Presse: skeptisch.

Vegan und konsequent – aber warum nennt man etwas Zwiebelrostbraten, wenn es keiner ist? Herbert Hacker stellt im Kurier dieselbe Frage wie zuletzt die Presse. Die Sellerieschnitzel sind das Ehrlichste auf der Karte, der Rest bleibt hinter den Erwartungen. Die alkoholfreien Botanicals überraschen positiv. Mutiges Konzept, kulinarisch noch viel Luft nach oben.

NEU: PATATA  Empfehlenswert

Bereits besprochen im Kulinarischen-Briefing 10.–17. April, im Falter: positiv.

Schön, wenn ein zweiter Blick das erste Urteil bestätigt. Karin Schuh zieht in der Presse dasselbe Fazit wie Holzer im Falter: Das Patata am Kolonitzplatz ist ein Paradebeispiel von „weniger ist mehr.“ Der Rauch des All-In lässt sich trotz sechsmaligem Ausmalen noch erahnen, die Bierauswahl kommt ausschließlich von Privatbrauereien, der Schinken-Käse-Toast aus Bio-Erdäpfelbrot, Bergkäse und Hödl-Beinschinken (€ 7,50) ist köstlich. Keine gekünstelte Inszenierung – und trotzdem voll. Manchmal braucht’s einfach nicht viel.

10.-17. April

Klassiker: HUTH DA MORITZ

Der verlässliche Italiener für den Wiener Businesslunch, der nie enttäuscht und nie überrascht. Die Calamari Fritti sind die besten der Stadt – eine Ansage, die sich zu überprüfen lohnt. Pasta, Pizza, Antipasti solide, der Schokokuchen mit flüssigem Kern Pflicht, die Weinkarte im Flaschenbereich überdurchschnittlich. Bisserl retro, bisserl Famiglia – und das ist hier Kompliment, findet die Selektiv-Redaktion

Neue Übernahme: GASTHOF THALER

Eindreiviertel Stunden von Wien, vier Misthaufen vor der Tür – und gerade eine der spannendsten Küchenadressen des Landes. Severin Corti schwärmt im Standard über Alexander Thaler, der das elterliche Dorfwirtshaus in Großotten hochgekocht hat: große Portionen, viel Selbsteingemachtes, und Saucen, die für Corti schon fast einen Liebesbrief wert sind. Karpfen meunière, Ochsenschlepp-Ravioli um 16,90 Euro, Rindsuppe mit Kalbsmilzschnitten – österreichische Wirtshausküche, handwerklich ernst genommen. Wer das Waldviertel immer noch unterschätzt, sollte nach Großotten fahren.

Neu: PATATA

Ein altes Eck-Espresso, das nicht zur Natural-Wine-Bar wurde – und genau das ist das Kompliment. Florian Holzer berichtet im Falter: Britt Kamper und Manuel Bartolacci vom hippen Alice ums Eck haben das frühere All-in-Tschocherl am Kolonitzplatz übernommen, das 50er-Jahre-Interieur behutsam entstaubt und einen guten Schinken-Käse-Toast draufgesetzt. Dazu italienische Digestifs, besserer Wein als vorher, kein Chichi. Funktioniert als Grätzelcafé – mehr braucht’s manchmal nicht.

Update: CONTIGO

Der Senhor Vinho im Fünften bekommt sein Tagesgesicht – mit Stockfischkroketten zum Frühstück und einem Sandwich, das man nicht unterschätzen sollte. Anna Burghardt schreibt in der Presse über das Contigo von Verena dos Santos-Trestl: Brunch und Mittagsmenü, Tempo „eher gemächlich“. Highlight und Warnung zugleich ist die Francesinha do Porto – Schinken, Schweinskotelett, zwei Sorten Wurst, Tomatensauce, Käse überbacken. „Eine sehr arge Sache, nach der man nicht mehr unbedingt was vorhaben sollte.“ Zwei Pasteis de Nata gehen sich danach trotzdem noch aus.

5.-10. April

POMALI 

Nur ned hudeln. Karoline Schuster und Mathilde Mazaud, beide ex-Gasthaus brösl, haben das ehemalige Mlinar zu einer gemüsebetonten Grätzladresse mit Niro-Schank und lindgrünen Akzenten umgebaut. Florian Holzer lobt im Falter die moderne, niemanden überfordernde Küche: Senfei auf Blattspinat (€ 7,–), knusprige Erdäpfelstückchen mit Paprikasauce (€ 8,–), hausgemachte Ravioli mit Roten Rüben und Topfen (€ 14,50). Von vier Hauptspeisen kommt nur eine mit Fleisch. Fazit des Kritikers: sensibel renoviert, tolle Weine, faire Preise – volle Empfehlung.

ELISSAR DELI

Spät essen ist zurück in Wien. Der Libanese Elissar aus der Johannesgasse hat auf der Rotenturmstraße einen Shawarma-Grill eröffnet – offen bis vier Uhr früh. Severin Corti beschreibt im Standard, wie die Fladenbrote vor dem Einpacken ins Bratöl getunkt und am Plattengrill nachgeknuspert werden. Das Beef vom Drehspieß mit Lammfettauflage überzeugt, die Falafel sind knusprig, Halva-Softeis soll bald kommen. Am besten mitnehmen und den Sonnenaufgang am Donaukanal genießen.

AUSGABE (POP-UP: IGOR KUZNETSOV)

Latino-Streetfood aus dem Zeitungskiosk. Igor Kuznetsov – einst Karma Ramen und Noble Savage, zuletzt monatelang seekrank auf einer russischen Motoryacht – bespielt für zwei Wochen die Ausgabe im Servitenviertel mit Tacos, Salteñas und Ceviches. Mangalitzaschwein vom Kiosk-Betreiber selbst geschlachtet, Limonaden hausgemacht. Anna Burghart porträtiert ihn in der Presse. Schnell hin, bald wieder weg.​​​​​​​​​​​​​​​​

29. März – 3. April

MADAME SERADJ

Afterwork statt Mittag – aber mit Charakter. Die Architektin Heide Schicht hat aus dem ehemaligen Otto e Mezzo im Freihausviertel eine sehr blaue Bar gemacht, die an die Salontradition ihrer iranischen Großmutter anknüpfen soll. Die Snacks folgen dem Motto „Safran meets Schampus“: persisch inspirierte Klassiker, mit unterschiedlichem Erfolg. Der „Madame’s Hug“ (Safran-Tortilla mit Jalapeños, € 9,–) überzeugt, der Oliviyeh-Salat ist zu blass, das stärkste Gericht ist das „Veal & Lime“ – Spalterbsen mit Kalbsragout und Zitrusnote. Kein Lunch-Tipp, aber eine stimmungsvolle Afterwork-Adresse mit Persönlichkeit, findet Florian Holzer im Falter.

BOCA (COMPANION HOTEL)

Mutige Adresse, beachtliche Küche. Lauryn Thérin, zuletzt Küchenchefin bei Ottolenghi in London, kocht im neuen Companion Hotel gegenüber dem Westbahnhof elaboriert und innovativ. Die gebackene Melanzane mit Zitronenjoghurt und Mojo Rojo (€ 13,–) ist ein Pflichtgericht, das Chicken Schnitzel alla Milanese solide. Einziger Schwachpunkt: eine Weinkarte mit zu selbstbewusster Kalkulation für diese Lage urteilt Severin Corti in Der Standard

HEIDINGERS GASTHAUS

Das gebackene Gulasch bleibt – der Rest kommt aus Tirol. Neupächter Ingobert Könczöl aus Tirol führt das Haus nach dem Motto „Alpin trifft Wien“ weiter. Das Signature Dish Gulasch – drei Tage gekocht, doppelt paniert – blieb glücklicherweise unangetastet. Neu und empfehlenswert: die Zillertaler Ofenleber aus Leber und Schweinsschopf. Fazit von Anna Burghardt in Die Presse: Die Alt-Wiener Seele des Hauses lebt weiter – mit alpiner Schlagseite, die gut sitzt.

20.-27. März

LIEBSTEINSKY

Französisches Bistro Flair trifft Loft-Charme im Liebsteinsky am Schubertring. Mit großen Fensterfronten und unaufdringlichem Service offeriert es Mittags fair kalkulierte Lunch-Optionen, abends ambitionierter und auch gehobener (inklusive Degustationsmenü). Die Highlights eher klassisch: Steak Frites New York Style oder das grandiose Beef Tartare vom Höllerschmid Rind. Montag bis Freitag, Wochenende geschlossen – ein ideales Lokal für die Arbeitswoche, findet die Selektiv-Redaktion.

BRASSERIE RASCAL

Doppelt hält besser. Gleich zwei arrivierte Gastro-Kritiker statteten vergangene Woche – getrennt voneinander – dem neu eröffneten Rascal einen Besuch ab. Das Urteil vorweg: durchwachsen. Severin Corti lobt im Standard vor allem die Snacks am Anfang der Karte: Bratwurst mit Apfelsenf, Devilled Eggs mit Chili-Dotterfülle. Insbesondere der „Tafelspitz Salad“ hat es ihm angetan. Anna Burghardt notiert derweil in der Presse ein Faible für Insta-taugliche „Tableside Moments“ – Caesars Salad wird am Tisch angemacht, die Schokomousse per „Say when“-Ritual aufgehäuft. Ein ähnliches Fazit fällt bei beiden zu den Hauptspeisen aus: Wiener Schnitzel mit Fritteusen-Ton und ungleicher Panierfarbe, ein Riesenraviolo in Zitronenbutter fast wie ein Dessert. Das Ambiente des Rascals ist auch umstritten, dafür die Weinpreise happig. Fazit: Wegen der Snacks hingehen, den Rest nimmt man in Kauf.

ELISSAR DELI

Gute Idee, falsch umgesetzt. Das Stammhaus Elissar gehört zu den besten libanesischen Restaurants Wiens – das neue Deli auf der Rotenturmstraße enttäuscht Florian Holzer im Falter allerdings. Statt frischer Levante-Straßenküche gibt es ein Fastfood-Konzept nach Hyperskalierungs-Modell: Touchscreen-Bestellung, massenhaft Verpackungsmaterial, Speisen aus der Vitrine auf Gefrierpunkt. Der Fatoush hat mit dem Original kaum etwas zu tun, das Baba Ghanough ist eine neutrale Masse. Holzers Urteil: Streetfood ist eh schon schnell – mit noch mehr Tempo tut man ihm nichts Gutes.

SOULA

Was ist vegan? Kreative Gemüseküche vs. Nachahmung fleischlicher Klassiker. Leider zweiteres, urteilt Karin Schuh in die Presse über das auf vegane Speisen und alkoholfreie Getränke spezialisierte Soula am Spittelberg. Der vegane Schweinsbraten auf Seitanbasis ist gummig und überwürzt, die Mac’n’Cheese-Variante mit Cashew-Sauce geschmacklich indifferent. Dafür gibt es eine beachtliche Auswahl an Zero Wine und alkoholfreien Cocktails. Fazit: hippes & jugendliches Lokal, kulinarisch aber noch viel Luft nach oben.

BIO-LANDGUT ESTERHÁZY „ZUM GOGOSCH“

Neuer Stern im Burgenland. Peter Zinter, zuletzt im Gasthaus Stern in Simmering, steht seit Februar am Herd des Restaurants auf dem Bio-Landgut Esterházy – und liefert sofort ab. Herbert Hacker vergibt im Kurier starke 92 von 100 Punkten. Die Küche ist puristisch und produktbezogen: Enten-Pastrami mit geräucherter Fischcreme, Carpaccio vom Angus-Rind, Bio-Dotter mit kalt geräucherter Polenta, Wels vom Neusiedler See und Hirschrücken aus eigener Jagd. Das Restaurant im umgebauten alten Rinderstall passt zum Gesamtensemble des Landguts mit eigener Angus-Zucht und Fleischmanufaktur.

16.-20. März

GUIDE MICHELIN 2026

Diesen Mittwoch wurde die neue Sterne-Selektion des Guide Michelin Österreich 2026 präsentiert. 101 Sternerestaurants zählt das Land nun insgesamt – Platz drei weltweit pro Kopf, hinter der Schweiz und Luxemburg. Ähnlich erfolgreich ist Österreich nur noch in der Industrie – auch hier belegt die Alpenrepublik Platz 3 bei den Weltmarktführern in Relation zur Bevölkerung. Jedenfalls ein voller Erfolg für den (Gourmet-) Standort.

Hier geht es zur Gesamtliste als Download

ARTNER AM FRANZISKANERPLATZ

Institution mit Substanz. Das Artner am Franziskanerplatz gehört seit 2008 zu jenen Wiener Adressen, die man gerne als Lunch Geheimtipp weitergibt – obwohl es längst keiner mehr ist. Im Zentrum steht das Rind: fein marmoriert, Monate gereift, nachhaltig aufgezogen und butterzart. Wer abseits vom Steak bestellt, wird ebenfalls belohnt. Die geröstete Kalbsleber mit Schmorzwiebelsaft und Erdäpfelpüree ist Wiener Wirtshausklassik auf hohem Niveau, der Ochsenmarkknochen aus dem Feuer mit Kräuterkruste und Röstbrot ein Gericht für alle, die sich vor dem Deftigen nicht fürchten. Dazu Weine aus dem hauseigenen Weingut – eine Kombination, die in Wien selten geworden ist. Lage direkt an einem der schönsten Plätze (!) Wiens, Montag bis Samstag bis Mitternacht geöffnet. Fazit der Selektiv-Redaktion: Verlässliche Adresse mit Tiefgang.

LANZ LAMIAN

Nachtrag aus Die Presse. Die bereits letzte Woche besprochene Nudelattraktion am Hohen Markt bekommt nun auch von Bernadette Bayrhammer eine ausführliche Würdigung. Ihr Tipp: die breiten Biang-Biang-Nudeln statt der klassischen Suppe bestellen. Elastisch und bissfest, „da können sich manche Italiener noch etwas abschauen“. Besonders die klassische Variante mit würzigem Rindfleisch, Sprossen, Pak Choi und butterweich geschmorten Fleischstücken überzeugt. Die dünneren Suppennudeln in der Signature-Rinderbrühe sind solide, leiden aber an zu wenig Einlage. Weiterhin gilt: Das Mini-Lokal nimmt keine Reservierungen an, ein Platz findet sich aber fast immer.

ALI GRILLHOUSE

Exquisit türkisch essen bei der Oper? Das ALi Grillhouse in der Operngasse ist laut Severin Corti die beste Adresse für türkische Küche in Wien. Allein die Meze sind eine Wucht: Bezirgani aus sonnengedörrten Paprika mit scharfer Paprikapaste, rauchige Melanzanicreme, eingelegter wilder Thymian mit Granatapfelmelasse. Die hausgemachten Ev Mantısı – murmelkleine Ravioli in Paprikabutter auf geknofeltem Joghurt – lassen laut Corti ganz viele Italiener der Stadt alt aussehen. Unbedingt Platz lassen für das Dessert: Kürbis in ungelöschtem Kalk mariniert, mit Kajmak und Tahini – glasig splitternd, zart schmelzend, sensationell. Atmosphärisch ausbaufähig (Leuchtwand mit Wien-Klischees) – kulinarisch auf einem anderen Level.

CONTIGO IM SENHOR VINO

Stockfisch am Morgen. Das seit 23 Jahren etablierte portugiesische Restaurant Senhor Vino im 5. Bezirk in Wien öffnet neuerdings schon ab halb neun als „Contigo“ – mit Frühstück und Brunch auf Portugiesisch. Stockfisch-Kroketten, Sardinen auf Toast, Rissois, Empadas und an guten Tagen hausgemachte Pastel de Nata. Die knusprigen Petiscos stillen die Sehnsucht nach Lissabonner Vormittagen ganz wunderbar, findet Severin Corti. Nicht alles gelingt: Der Oktopussalat war zu stark gesäuert und diffus fischig. Fazit: Für den portugiesischen Frühstücks-Snack bei ein paar Croquetes und einem tadellosen Café schon jetzt empfehlenswert – das richtige Essen plant man in diesem Restaurant aber weiterhin am Abend ein.

DAS WOLF

Gibt es eine Renaissance der alten Klassiker? Im „Das Wolf“ in Langenlebarn nahe Tulln deutet vieles darauf hin. Am Herd steht seit Kurzem Christian Butzi, der unter anderem bei den Obauers in Werfen und im Steirereck kochte. Sein Programm: Fine Dining mit vier- bis achtgängigen Menüs unter der Woche, am Wochenende eine À-la-carte-Karte mit Klassikern, die man anderswo kaum noch findet. Halbes Stubenküken im Blätterteig mit Pilzfülle, gebackene Dukatenschnitzel, Schwammerlrisotto – und Marillenpalatschinken Suzette als grandioser Abschluss. Herbert Hacker vergibt im Kurier starke 93 von 100 Punkten. Von Wien mit dem Auto knapp eine Stunde – oder bequem per Zug, der Bahnhof liegt direkt gegenüber.

RESTAURANT SIMON

Tiroler im House of Strauss. Simon Steindl, Tiroler und Absolvent des legendären Caminada-Förderprogramms und mit Stationen im Steirereck, kocht seit Oktober im Restaurant Simon in Wien-Döbling. Das Interieur im House of Strauss – Blumenstraußtapete, Neon-Gitarren am Plafond – bleibt gewöhnungsbedürftig, die Küche überzeugt dafür umso mehr. Die Karte ist knackig kurz: drei Vorspeisen, vier Hauptspeisen, zwei Desserts, kein Menüzwang. Highlight laut Anna Burghardt: glasig gegarter Saibling mit einer brillanten Sauce aus fermentierten Karotten und Petersilpesto. Auch die Focaccia als Basis für gebeizte Lachsforelle mit Schafkäse und Dillemulsion überzeugt. Ass im Ärmel: der Gastgarten im einstigen Gartenpalais Zögernitz, pünktlich zur Saison.

6.-13. März

GUIDE MICHELIN 2026: Neue Bib-Gourmand-Auszeichnungen für Österreich

Vor den Sternen kommen die Bibs: eine Woche vor der offiziellen Sterne-Restaurantselektion 2026 zeichnet Michelin die „Bib Gourmands“ aus. Jene heimischen Spitzenrestaurants mit hochwertiger Küche und dem besten Preis-Leistungsverhältnis. Insgesamt erhalten 26 Restaurants den begehrten Titel. Föderaler Spitzenreiter ist Niederösterreich, gefolgt von der Steiermark und Wien.

Hier geht es zur Gesamtliste zum Download

BOCA

Neue Superbude in Wien. Nach dem Erfolg im Prater, haben die Gründer der Superbude mit The Companion ein weiteres Hotelprojekt verwirklicht. Das Restaurant Boca und die Bar Calypso runden das kulinarische in-house Angebot ab. In der Küche steht Laryn Therin, die zuvor bei Ottolenghi kochte, und einen Fokus auf (Insta-taugliche) neo-mediterrane Gerichte legt. Damit war jetzt nicht zu rechnen, findet Florian Holzer im Falter, ein gutes und stylisches Hotel-Restaurant mitten im Fastfood-Grätzel um den Westbahnhof.

SAFRAN

Echte persische Küche auf ungewöhnlich hohem Niveau hat Severin Corti im 9. Bezirk gefunden. Im Standard wird ausdrücklich die vielschichtige und vor allem authentisch iranische Küche im Safran gelobt. Besondere Erwähnungen gab es einerseits für die spezielle Wanddekorationen durch KI-generierte Bildern von Menschen in historisch persischen Gewändern, andererseits für eine Spezialität des Hauses: Koofteh Tabrizi.

NAGANO

Japanische Tapas statt Sushi-Bar: Das Nagano im 1. Bezirk bringt das japanische Izakaya-Konzept modern nach Wien – kleine Gerichte to share, auch abseits von Sushi & Co. Sag niemals Tapas dazu, wird bereits in der Speisekarte empfohlen. Inmitten eines bewusst puristischen Ambientes spannt sich der kulinarische Reigen von sehr guten Wagyu Tataki bis hin zu experimentellen Udon-Nudel Carbanora. Fazit der strengen Selektiv-Redaktion: lässiges japanisches Izakaya-Beisl für alle, die mittags mehr wollen als nur schnelles Sushi.

LANZ LAMIAN

Nudeln als Showact. Der nächste Asia-(Street-)Foodtrend erreicht Wien. Im Lanz Lamian am Hohen Markt werden chinesische La-Mian-Nudeln direkt frisch vor Gästen von Hand gezogen. Zumindest subjektiv sind sie elastischer und mit deutlich mehr Charakter ausgestattet als die maschinellen Varianten. Besonders die kräftige Hongshao-Lamian Suppe mit geschmortem Rind, Ei und Pak Choi zeigt wie gut das funktioniert. Das Mini-Lokal ist meist voll, reservieren ist nicht möglich aber das Warten lohnt sich laut Herbert Hacker im Kurier („Lanz Lamian“ im 1. Bezirk: Sind handgezogene Nudeln besser?), der solide 75 von 100 Punkten vergibt.

2.-5. März

GASTHAUS STERN

Prominenter Neuzugang in Simmering. Armin Hagenhenrich, einst Sous-Chef im Berliner Clärchen Ballhaus und später Hype-Export in Kopenhagen, ist in Wien gelandet und kocht nun im Gasthaus Stern. Selbst Gastro-Ikone Severin Corti zeigt sich im Standard beeindruckt von der handwerklichen Präzision, mit der hier Wirtshausklassiker wie Beuschel, Zungensalat oder selbstgewurstete Debreziner neu interpretiert und umgesetzt werden. Punkteabzug gibt es für manch zu dicker Panier, die im Tunken schlappmacht. Insgesamt, Daumen hoch für eine sehr positive Gesamtwertung: rustikales Wirtshaus mit erstaunlich viel internationalem Feinschliff.

PAPA DUCK

Neue Woche, neuer Asien Trend. Das Papa Duck im sechsten Bezirk setzt auf den aktuellen Social-Media Hype um Inari – Sushi Reis mit Füllungen aller Art in frittierten Tofutaschen. Abgerundet wird das Angebot mit süßen Desserts wie Tangyuan oder Mochi. Insgesamt sehr Influencer- und Instagram-tauglich, findet Florian Holzer im Falter jedoch kulinarisch überzeugt das Konzept wenig.

HEIDINGERS GASTHAUS

Könnte eine Filmkulisse sein: das holzvertäfelte Heidingers ist ein Juwel der Wiener Beisl-Geschichte. Zumindest für einen enthusiastischen Herbert Hacker im Kurier, der neben dem authentischen Interieur vor allem die legendäre Spezialität des Hauses feiert. Das gebackene Gulasch wird weich gekocht, paniert und knusprig herausgebacken. Neu sind die Pächter aus Tirol, die die Alt-Wiener Tradition des Hauses weiterführen. Ergänzt wird die Karte durch Tiroler Akzente wie Kaspressknödelsuppe und Zillertaler Ofenleber. Dafür gibt es 89/100 Punkte von Kurier Freizeit.

23.-27. Februar

HONG KONG CAFÉ

Der nächste kulinarische Asien-Trend erreicht Wien. Nach den Hypes um Ramen, Bowls, Dim Sum, ist diesmal das Street Food Hong Kongs an der Reihe. Aktueller Taktvorgeber ist das auf kantonesische Küche spezialisierte Hong Kong Café – ideal für all jene, die ohne Reservierung schnell und hip essen wollen. Ein cooles Tageslokal, findet Florian Holzer im Faltermit guter Küche aber fehlender echter Hong Kong Authentizität.  

PIZZERIA MIO

Wien hat zu wenige neapolitanische Pizza Lokale. Ein Satz, den man aktuell nie hört. Fast im Monatstakt scheint die nächste authentische High-end-Pizzeria in der Stadt zu eröffnen. Auch das Mio am Stadtpark surft auf dieser Welle: Ausgesprochen gute Pizzen treffen auf angesagten Italo-Flair. Nicht ohne Grund steht mit dem gebürtigen Neapolitaner Pizzaiolo Antonio Arino, dem Pizza-Europameister von 2024, ein ausgewiesener Mann vom Fach am Steinofen. Dafür gibt es in der Kurier Freizeit gute 88 von 100 Punkten (Pizzeria „Mio“: Die neapolitanische Pizzeria am Stadtpark) von Herbert Hacker.

WULFISCH

„Moin“ und „Servus“ – das legendäre Hamburger Fischlokal Wulfisch am Karmelitermarkt ist zurück – einer Neuübernahme sei Dank. Vieles bleibt wie früher – von Fischbrötchen bis zu Matjes-, Krabben und Heringssalat – ergänzt durch Neues wie Fischwürstel aus Niederösterreich. Eine sympathische und empfehlenswerte Anlaufstelle, nicht nur für Fans der norddeutschen Fischtradition, wie Karin Schuh in Die Presse findet (Lokalkritik: Köstlicher Heringssalat und Fischbrötchen im Wulfisch – DiePresse.com)

13. – 21. Februar

KAKINOMI

Ein Best-of-Japan findet sich neuerdings in der Wiener Pilgramgasse. Das Kakinomi bietet von Tempura, Sushi bis hin zu Ramen alle Klassiker – noch stark ausbaufähig, findet Anna Burghardt diese Woche in Die Presse. Fazit: Sympathisch aber nichts für Feingeister.

OSSA

Fans und Liebhaber global-peruanischer Küche haben einen neuen Hotspot in Wien-Währing. Das OSSA bietet neben fine dining (6 Gänge) auch Brunch an. Mit seinem nachhaltigen nose to tails-Ansatz erhält es solide 92 von 100 Punkten von Herbert Hacker in Kurier Freizeit. Positiv überzeugt die handwerkliche Präzision und Kreativität der Gerichte. Punkteabzug gibt es für die fehlende À-la-carte-Auswahl. 

XO GRILL 1010

Auf die Kuh kommen – auch ohne Reservierung. Die erfolgreiche Burger-Kette XO Grill verfolgt in seiner ersten Innenstadt-Dependance einen niederschwelligen Burger-Ansatz, der ohne Reservierungen auskommt. Klassiker wie Philly Cheesee Steak werden teilweise neu interpretiert, was bei Florian Holzer im Falter nur mäßig gut ankommt.