Weekender ・ 11.04.2026

Weekender, 11. April 2026

Guten Morgen Österreich!

Wir begrüßen Sie bei unserem wirtschaftspolitischen Briefing am Wochenende! Heute zusammengestellt und editiert von Sara Grasel – ich melde mich aus Wien.

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Editor’s Note: Daran werden sich die roten Ideologen (hoffentlich) die Zähne ausbeißen
von Sara Grasel

Sara Grasel Illustration

Es wird nun bis zur Budgetrede keine Woche vergehen, in der Markus Marterbauer und seine ideologische Familie nicht auf eine Erbschaftssteuer pochen. So unlängst auch in einem für freiheitsliebende Menschen verstörenden Auftritt von Marterbauer und der nach eigener Definition „überreichen“ Aktivistin Marlene Engelhorn beim Moment-Magazin (wo solche Inhalte erwartbar sind).

Marterbauer betont erneut, dass ab 2029 eine Erbschaftssteuer kommen wird: „Wir brauchen nur 50 Prozent im Parlament, das schaffen wir leicht“. Die Leute würden nur deshalb Erbschaftssteuern ablehnen, weil ihnen von Neoliberalen Angst gemacht wird. Dann geht es in der Diskussion um „Mythen“. Ob es für den Wirtschaftsstandort wirklich so schlimm wäre, wenn Unternehmen das Land verlassen würden, will der Moderator wissen. Erben „fahren Unternehmen sehr viel häufiger an die Wand“, meint er in Studien gelesen zu haben. Gelächter. Marterbauer stellt eine Gegenfrage: Wohin sollen sie denn abwandern? Und weiter: Man könne das Unternehmen ja einfach an Mitarbeiter verkaufen, wenn man sich die Erbschaftssteuer nicht leisten kann. Lassen wir das mal so stehen. Nun gut, vielleicht doch eine Anmerkung: Wenn ein Unternehmen das Land verlässt, reißt das ein durchaus spürbares Loch in die Staatseinnahmen, denn der Beitrag ist – anders als in diesem Talk vermittelt – beträchtlich. Die Agenda Austria hat kürzlich vorgerechnet, dass Red Bull jährlich 668 Mio. Euro Steuern bezahlt – etwa so viel wie alle Lohnsteuerzahler einer Stadt größer als Linz.

Meinl-Reisinger: „Erbschaftssteuer wird jedenfalls nicht kommen“

Kanzler Babler und welche Steuern 2027 erhöht werden

Nach Marterbauers Auftritt sind (fast) alle wirtschaftsnahen Verbände ausgerückt: Wirtschaftsbund, Industriellenvereinigung und zusätzlich auch die Junge Industrie. Klar, die beschützen nur die Reichen, ihr „Klientel“, würden Moment-Magazin-Fans entgegnen. Es geht hier aber nicht um eine kleine Elite, die sich dagegen wehrt, ein paar Prozent abgeben zu müssen. Außerhalb der linken Wiener Intellektuellen-Bubble, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, dass wir alle so sein müssen, wie sie sich das in ihrer vermeintlich gerechten Welt erträumen, fremdeln die Menschen mit dem Gedanken, dass der Staat Menschen oder Familien wegnimmt, was sie sich hart erarbeitet haben. Dass viele Menschen, die keine Milliardäre sind, Erbschaftssteuern ablehnen, wirft sogar der Moderator des Marterbauer-Engelhorn-Talks ein.

Kapitalismus schafft keine Gleichheit, macht aber alle reicher

Außerhalb der Studierzimmer, in denen theoretische Konstrukte von Gleichheit entstehen, wird Gerechtigkeit anders wahrgenommen. Unternehmer sind dort keine Schreckgespenster, sondern Menschen, die mit viel Einsatz und Risikobereitschaft etwas aufgebaut haben, das vielen Mitarbeitern ein Einkommen sichert und währenddessen auch einen großen Beitrag zur Finanzierung eines großzügigen Wohlfahrtsstaates geleistet haben – über Generationen hinweg. Daran werden sich die roten Ideologen (hoffentlich) die Zähne ausbeißen. Es gibt keine „leistungslosen Millionenerbschaften“, für die hat immer jemand geackert – selbst die Vorfahren von Marlene Engelhorn. Gleichzeitig hat der Staat Vermögen nicht moralisch zu bewerten, höchstens deren Rechtmäßigkeit zu beurteilen. Das ist ein Aspekt, der viel zu selten betont wird und aus dem im Falle der Erbschaftssteuer unangenehme Konsequenzen erwachsen. Philosoph und Wirtschaftsethiker Martin Rhonheimer hat sich damit ausführlich beschäftigt und am Montag finden Sie seine Gedanken dazu in unserem „Morning in Brief“, Prädikat lesenswert.

Die Aufgabe muss sein, dass sich Leistung für eine wachsende Zahl an Menschen in Österreich finanziell auszahlt – die Welt wird nicht gerechter, wenn man einigen mehr wegnimmt.

[Quellen und Infos: Moment Magazin | Agenda Austria | Industriellenvereinigung, WKÖ, Junge Industrie | Grafik: Österreich bei Vermögens- und Kapitalbesteuerung im EU-Schnitt]

News – was Sie seit dieser Woche wissen müssen:

🇦🇹 Wifo/IHS: Irankrieg gefährdet Erholung der Wirtschaft. Wifo und IHS haben ihre Prognosen für 2026 infolge des Irankriegs gesenkt: Statt bisher 1,2 bzw. 1,0 % erwarten sie nun ein reales BIP-Wachstum von 0,9 % (Wifo) bzw. 0,5 % (IHS). Je nach Kriegsverlauf rechnen die Institute mit Szenarien zwischen 0,2 und 1,1 % Wachstum. Die Inflation bleibt mit 2,7 bzw. 2,9 % klar über dem EZB-Ziel von 2 %. Durch die importierte Inflation sinkt das reale Kaufkraft-Wachstum auf nur 0,3 %. „Das Hyperventilieren an der Zapfsäule“ zur Inflationsbekämpfung sei jedenfalls kontraproduktiv, so Wifo-Direktor Gabriel Felbermayr. Sinnvoller sei es, die Kompetenzen der BWB zu stärken und für Indexierungen bei Pensionen und Co. die Kerninflation heranziehen. Die Prognosen dienen auch als Grundlage für die Budgetverhandlungen 2027/28. IHS-Chef Holger Bonin mahnte ein, auf Vorsicht zu fahren, und ein größeres Sparpaket als die anvisierten 2 Mrd. Euro einzuplanen, etwa 3 Mrd. Euro wären sinnvoll. Eine Entlastung von Arbeit könnte durch Erhöhung anderer Abgaben (Grundsteuer, Familienbonus, klimaschädliche Subventionen) erreicht werden. [Quellen: Pressekonferenz, Frühjahrsprognosen – IHS, Wifo | Reaktionen: FPÖ, Neos, Grüne, IV, ÖGB, WKÖ, WKÖ Kärnten, Wirtschaftsbund]

🇦🇹 Industriestrategie: 7 von 117 Maßnahmen umgesetzt. Laut dem neuen Industriestrategiebarometer der Industriellenvereinigung sind 7 von 117 Maßnahmen der im Jänner vorgestellten Industriestrategie umgesetzt – darunter die Senkung der Elektrizitätsabgabe, Verbesserungen bei Mitarbeiterbeteiligungen für Startups und die Ausschreibung der Comet-Zentren. Es gelte, das Tempo weiter zu erhöhen, so IV-Präsident Georg Knill am Freitag. Die IV will vor allem bei der Senkung der Energiepreise und Lohnnebenkosten mehr Tempo sowie einen konsequenten Bürokratieabbau. [Quelle: IV – Presseaussendung, Industriestrategiebarometer | Reaktion: ÖGB | Service: Industriestrategie 2035 | Kommentar: Wie sich der Finanzminister die Industrie schön rechnet]

🇦🇹 🌐 Energiepreis-Update. Die mittleren Treibstoffpreise lagen gestern bei 2,089 Euro für Diesel und 1,719 Euro für Benzin. Der Ölpreis für ein Barrel (159 Liter) der Sorte Brent zur Lieferung im Juni lag gestern zu Handelsschluss bei 94,26 Dollar, ein Rückgang um 1,73 %. Der Gaspreis laut des für die EU richtungsweisenden Terminkontrakts lag gestern zum Handelsschluss bei 43,85 Euro pro MWh, ein Rückgang um 5,02 %. [Quellen: Spritpreise, Ölpreis, Gaspreis]

🇦🇹 Die Preise steigen. Im März sind die Großhandelspreise in Österreich im Jahresabstand um 4,5 % gestiegen und im Monatsabstand um 3,9 %. Die Großhandelspreise gelten als Frühindikator für die Inflation. Treiber waren Mineralölerzeugnisse (+35,6 % zu 2025) und Treibstoffe (+27,2 % zu 2025). Den stärksten Rückgang gab es bei Getreide, Saatgut und Futtermitteln (-14,9 %). Düngemittel zogen im Vergleich zu Februar um 4 % an, während Obst, Gemüse und Kartoffeln um 4,6 % billiger wurden. [Quelle: Statistik Austria]

🇦🇹 Die Regierung hat jetzt ein Krisengremium. Die Bundesregierung hat ein zentrales Koordinationsgremium eingesetzt, um die Auswirkungen des Irankriegs auf Österreich gebündelt zu bewerten und zu koordinieren. Geleitet wird es von Peter Vorhofer, Regierungsberater für die nationale Sicherheit, besetzt ist es mit Vertretern der Ministerien, Bundesländer, Städte und Gemeinden und das Ergebnis sollen Handlungsempfehlungen sein. Im Fokus stehen v. a. Einschränkungen in der internationalen Schifffahrt, Schwankungen bei Energie- und Düngemittelpreisen sowie Auswirkungen auf Lieferketten kritischer Güter. [Quelle: Pressefoyer]

💡 Hohe Pro-Kopf-Verschuldung im Osten Österreichs. Mit 8.611 Euro pro Kopf (Land und Gemeinden) ist die Steiermark 2025 das am höchsten verschuldete Bundesland Österreichs. Am anderen Ende befindet sich Tirol mit einer Verschuldung von 3.285 Euro pro Kopf. Steirische (2.770 Euro) und Vorarlberger (2.856 Euro) Gemeindekassen sind am stärksten belastet, Salzburger (709 Euro) und Kärntner (637 Euro) am geringsten. Den höchsten Anstieg der Schulden haben Salzburg (+18,0 %) und das Burgenland (+17,8 %) zu verzeichnen. [Quellen: Statistik Austria IStatistik Austria II | Grafik von Christoph Hofer]

Alle Grafiken von Selektiv 📈

Die Redaktion von Selektiv gießt Zahlen und Daten in anschauliche Grafiken – hier geht es zum Überblick mit Download-Funktion.

Der Link wechselt jeden Freitag.

🇦🇹 Gemischte Signale für den Erneuerbaren-Ausbau. Die Regierungsvorlage des EABGs passierte den Wirtschaftsausschuss mit einer einfachen Mehrheit aus den Stimmen von ÖVP, SPÖ und Neos. Für einen Beschluss des Gesetzes im Nationalrat ist eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Dort soll die Vorlage im Mai eingebracht werden. Für den Energiesprecher der Grünen Lukas Hammer sind die im Entwurf genannten Ausbauziele für erneuerbare Energie „vollkommen unzureichend“. Mit dem EABG werden auch die Ausbauziele für die Bundesländer festgelegt. Parallel sollen die Bundesländer Beschleunigungszonen für Erneuerbaren-Projekte definieren und damit eine EU-Richtlinie umsetzen, bei der Österreich säumig ist. In Oberösterreich ist eine der geplanten Beschleunigungszonen für Windräder fraglich, weil Tschechien das lokale Aussterben von Tierarten fürchtet. Nachdem es zuerst hieß, dass die Zone abgesagt ist, will man nun noch einmal prüfen. Für den PV-Ausbau lieferte der VfGH diese Woche eine gute Nachricht. In einem Erkenntnis stellte der Gerichtshof fest, dass PV-Anlagen auch im öffentlichen Raum sichtbar sein dürfen – St. Pölten wollte das Stadtbild vor den Anlagen schützen. [Quellen: Parlament, Die Grünen; OÖ – MeinBezirk, VfGH – Ö1-Morgenjournal 9.4. | Reaktionen: ÖVP, EEG, Grüne | Service: Regierungsvorlage]

🇦🇹 Netzausbau um 9 Mrd. Euro bis 2035. Für den Ausbau von Erneuerbaren müssen auch die Netze ausgebaut werden. Die APG plant dafür bis 2035 Investitionen von rund 9 Mrd. Euro – u. a. für 1.700 km neue Leitungen und 71 Umspannwerke. Ziel ist die Integration erneuerbarer Energien, der Anschluss von Industrie und Rechenzentren sowie mehr Versorgungssicherheit. Aktuell verursache der mangelhafte Netzausbau jährlich zusätzliche Kosten von rund 1 Mrd. Euro. [Quellen: Pressekonferenz, BMWET, APG | Reaktionen: FPÖ | Interview: APG-Vorstand: „Europäisches Stromsystem ohne Atomkraft im Winter undenkbar“ | Grafik: Erneuerbaren-Ausbau stockt in Westösterreich]

💡 Photovoltaik-Ausbau geht zurück. Der jährliche Ausbau von Photovoltaik ist im Vorjahr weiter zurückgegangen. Mit 1.634 Megawatt-Peak (MWp) ergibt sich 2025 ein Rückgang von einem Fünftel zum Jahr 2024. Laut Photovoltaic Austria bräuchte es jährlich einen Zubau von mindestens 2.000 MWp, um die im Österreichischen Netzinfrastrukturplan (ÖNIP) festgeschriebenen PV-Ausbauziele zu erreichen. Für das laufende Jahr erwartet PV Austria einen Ausbau auf dem Niveau des Vorjahres. [Quelle: PV Austria | Grafik von Stephan Frank]

🇦🇹 Budgetverhandlungen starten – Indexierungen auf der Waagschale. Gestern starteten nach der Veröffentlichung der Frühjahrsprognose von Wifo und IHS die Budgetgespräche. Den Auftakt bilden Einzelgespräche der Ressortleiter mit Finanzminister Markus Marterbauer sowie den Staatssekretären Barbara Eibinger-Miedl und Josef Schellhorn, danach folgen rund 4 Wochen Verhandlungen. Finanzminister Marterbauer geht von einem Sparbedarf von 2 Mrd. Euro für 2027 und 2028 aus. EcoAustria-Chefin Monika Köppl-Turyna sieht kurzfristig das realistischste Sparpotenzial beim Aussetzen der Indexierung von Pensionen und in einer pauschalen Kürzung aller Förderungen um 10 %. Die Beamtenlöhne müssten heuer wohl wieder unter der Inflation angepasst werden. Auch Wifo-Chef Gabriel Felbermayr hat sich bereits für ein Aussetzen der Indexierung oder die Verwendung des BIP-Deflators ausgesprochen, der nur die Preise von im Inland produzierten Waren berücksichtigt. Der Seniorenrat fürchtet, dass im Zuge der Erstellung des Doppelbudgets die Pensionen unterinflationär angepasst werden könnten. Vergangenes Jahr wurden nur Pensionen bis zu einer Höhe von 2.500 Euro brutto um die volle Inflation erhöht, darüber gab es einen Pauschalbetrag. [Quellen: BMF, Köppl-Turyna via Selektiv, Felbermayr via X, Seniorenrat | Grafik: Höhere Steuern oder mehr sparen?]

🇦🇹 Entwurf für betriebliche Altersvorsorge vielleicht noch im April. Ein Gesetzesentwurf zur Reform der betrieblichen Altersvorsorge könnte laut Presse bereits diesen April in Begutachtung gehen. Im Dezember 2025 hat der Ministerrat die Reform beschlossen, die spätestens ab 1. Jänner 2027 gelten soll. Demnach sollen Arbeitnehmer künftig die Möglichkeit erhalten, ihr in der Abfertigung Neu angespartes Kapital kostenlos in eine Pensionskasse zu übertragen. [Quellen: Die Presse, Bundeskanzleramt]

🇪🇺 Ein CBAM-Zertifikat kostet im 1. Quartal 75,36 Euro. Die EU-Kommission hat den Preis für die Zertifikate des CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) im 1. Quartal 2026 veröffentlicht. Demnach belaufen sich die Kosten für den Import betroffener Güter aus Drittstaaten auf 75,36 Euro pro Tonne CO2. Unternehmen müssen diese Zertifikate ab Februar 2027 erwerben und rückwirkend für das Jahr 2026 bezahlen. Während die Preise für die 3 weiteren Quartale des Jahres 2026 jeweils zum Quartalsende bekannt gegeben werden, soll die Veröffentlichung ab 2027 in einem wöchentlichen Rhythmus erfolgen. [Quellen: EU-Kommission – Bericht, CBAM Preisübersicht]

🇪🇺 Starker Rückgang der Konjunkturstimmung in der Eurozone im April. Die Frühschätzung des Sentix-Konjunkturindex für den Euroraum im April beträgt minus 19,2 Punkte. Im März lag der Index noch bei minus 3,1 Punkten. Besonders die Erwartungen der Investoren gingen stark zurück – von plus 3,5 im März auf minus 15,5 Punkte im April. Im Februar lagen diese noch bei plus 15,8 Punkten. Für Österreich fiel der Gesamtindex um 21,2 Punkte auf minus 25 Punkte. [Quelle: Sentix]

Wochenendprogramm:

Meistgelesener Kommentar der Woche. Rainer Nowak: „Österreichs Heiligeküheherde – Heute die Antiatomkraft“ [Hier lesen]

Meistgelesenes Interview der Woche. Beate Wolf: „Teilzeitarbeit führt auch zu einer Teilzeitpension“ [Hier lesen]

Long Read I. Eine neue Studie von Ifo-Institut und Econpol Europe zeigt, wie neue und vertiefte Handelsabkommen die Folgen der US-Zollpolitik für die EU kompensieren können. [Hier lesen]

Long Read II. In einer neuen Publikation erarbeitete die Agenda Austria Vorschläge für eine Budgetsanierung durch konsequente Ausgabendisziplin und strukturelle Reformen. [Hier lesen]

Long Read III. Ein neues Wifo Working Paper zeigt, wie durch einen CO2-Abschlag für nicht-emittierende Erzeuger (v. a. Erneuerbare) Strompreise in Österreich um rund 8,5 % gesenkt werden können. [Hier lesen]

Journal zu Gast. Kärntner Landeshauptmann Daniel Fellner [Samstag, 12:00 Uhr, Ö1]

Pressestunde. Gabriel Felbermayr, Direktor des Wifo [Sonntag, 11.05 Uhr, ORF 2]

Das Gespräch. Zum Thema „Wankt Orbán – fällt das Vorbild der Rechten?“ diskutieren Christian Hafenecker, Ulrike Lunacek, Reinhard Heinisch und Boris Kálnoky. [Sonntag, 22:10 Uhr, ORF 2]

Pragmaticus im TV. Mit Bundesheer-Offizier Gerald Karner, der Militärexpertin Elisabeth Hoffberger-Pippan und Peter Hilpold, Professor für Völker- und Europarecht an der Universität Innsbruck [Sonntag, 23:00 Uhr, ServusTV]

Kulinarisches Briefing
5. – 10. April

Business-Lunch-Geheimtipps gesucht? Ein Überblick über die wichtigsten Restaurantkritiken und kulinarischen Neuigkeiten der Woche. – von Dominik Futschik  

POMALI 

Nur ned hudeln. Karoline Schuster und Mathilde Mazaud, beide ex-Gasthaus brösl, haben das ehemalige Mlinar zu einer gemüsebetonten Grätzladresse mit Niro-Schank und lindgrünen Akzenten umgebaut. Florian Holzer lobt im Falter die moderne, niemanden überfordernde Küche: Senfei auf Blattspinat (€ 7,–), knusprige Erdäpfelstückchen mit Paprikasauce (€ 8,–), hausgemachte Ravioli mit Roten Rüben und Topfen (€ 14,50). Von vier Hauptspeisen kommt nur eine mit Fleisch. Fazit des Kritikers: sensibel renoviert, tolle Weine, faire Preise – volle Empfehlung.

ELISSAR DELI

Spät essen ist zurück in Wien. Der Libanese Elissar aus der Johannesgasse hat auf der Rotenturmstraße einen Shawarma-Grill eröffnet – offen bis vier Uhr früh. Severin Corti beschreibt im Standard, wie die Fladenbrote vor dem Einpacken ins Bratöl getunkt und am Plattengrill nachgeknuspert werden. Das Beef vom Drehspieß mit Lammfettauflage überzeugt, die Falafel sind knusprig, Halva-Softeis soll bald kommen. Am besten mitnehmen und den Sonnenaufgang am Donaukanal genießen.

AUSGABE (POP-UP: IGOR KUZNETSOV)

Latino-Streetfood aus dem Zeitungskiosk. Igor Kuznetsov – einst Karma Ramen und Noble Savage, zuletzt monatelang seekrank auf einer russischen Motoryacht – bespielt für zwei Wochen die Ausgabe im Servitenviertel mit Tacos, Salteñas und Ceviches. Mangalitzaschwein vom Kiosk-Betreiber selbst geschlachtet, Limonaden hausgemacht. Anna Burghart porträtiert ihn in der Presse. Schnell hin, bald wieder weg.​​​​​​​​​​​​​​​​

Jetzt jeden Samstag im Weekender!

Nächste Woche auf der Agenda:

Politik Österreich. Am Dienstag macht sich Bundeskanzler Christian Stocker auf den Weg nach Indien zu einer Wirtschaftsdelegationsreise. Bundespräsident Van der Bellen wird von Dienstag bis Donnerstag Bosnien-Herzegowina besuchen. Die KV-Verhandlungen Finance gehen am Mittwoch in die 5. Runde und die Deutsche Handelskammer in Österreich (DHK) lädt zu ihrer Jahres-Pressekonferenz. Der Ministerrat findet statt und die Medientransparenzdaten für 2025 werden veröffentlicht. Am Freitag tagt die Präsidiale des Nationalrats. Die Bewerbungsfrist für den ausgeschriebenen Posten des ORF-Generaldirektors endet.

Politik international. In Ungarn finden diesen Sonntag die Parlamentswahlen statt. Papst Leo XIV. bereist ab Montag für zehn Tage verschiedene afrikanische Länder. Übernächsten Sonntag sind die Parlamentswahlen in Bulgarien.

Daten und Fakten. Am Mittwoch veröffentlicht die Statistik Austria den Baukostenindex für März. Die Bank Austria präsentiert zudem den Konjunkturindikator für April. Die US-Notenbank Fed veröffentlicht den „Beige Book“-Konjunkturbericht und Eurostat die Industrieproduktion der Eurozone für Februar. Am Donnerstag gibt die Statistik Austria die Inflationszahlen für März bekannt, gefolgt von Eurostat mit den Zahlen der Eurozone. Am Freitag veröffentlicht Eurostat dann die EU-Handelsbilanz für Februar.

Selektive Agenda, Termine & Events 🗓️

Was steht auf der Agenda der Bundesregierung und wo treffen sich Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zum Austausch? Die wichtigsten Termine im Überblick.

Der Link zum Selektiv-Terminkalender wechselt jeden Freitag.

Selektives Networking:

Aufsteiger und Umsteiger der Woche. Emma Delaney wird ab dem 1. September neue OMV-Chefin. Karin Ramser wird neue Geschäftsführerin der Wien Holding. Ricardo-José Vybiral wurde für weitere 5 Jahre als CEO des KSV1870 bestätigt. Karin Bergmann ist Interims-Intendantin der Salzburger Festspiele.

Am Programm. Noch bis Sonntag findet der Steiermark-Frühling am Wiener Rathausplatz statt.

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