Guten Morgen Österreich!
Wir begrüßen Sie bei unserem wirtschaftspolitischen Briefing um 7 Uhr! Heute zusammengestellt und editiert von Stephan Frank und Maximilian Kern – wir melden uns aus Wien.
News – das müssen Sie heute wissen:
🇦🇹 Koalitionsstreit um „Zukunftsdepot“. Letzte Woche erklärte Familienministerin Claudia Bauer, dass das Inkrafttreten des Zukunftsdepots mit 1. Jänner 2027 bereits im Rahmen der Budgetverhandlungen mit den Koalitionspartnern akkordiert wurde. Das Finanzministerium nannte den Termin daraufhin jedoch „technisch praktisch unmöglich“, weiters würde eine „nachhaltige Finanzierung“ des geplanten Startguthabens fehlen. Bauer ortet „ideologische Vorbehalte“ des Finanzministers gegenüber dem Kapitalmarkt und beharrt auf ein Inkrafttreten mit Jahresbeginn: „Der Start mit 1. Jänner 2027 ist vereinbart und zeitlich machbar. Ich gehe davon aus, dass Vereinbarungen innerhalb der Bundesregierung auch eingehalten werden“. Ein Selektiv vorliegendes Positionspapier der Banken und Versicherungen fordert zudem, dass Elterneinzahlungen in das Zukunftsdepot während des Familienbeihilfebezugs steuerlich absetzbar sein sollen, sowie die Möglichkeit der Umwandlung des Zukunftsdepots in ein Pensionsvorsorgemodell nach Eintritt der Volljährigkeit. Ähnliche Vorstellungen äußerte auch der oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer: „Wenn ich im Sinne eines Zukunftsdepots anlege und erst entnehme, wenn ich in Pension bin oder möglicherweise dazwischen zur Schaffung eines Eigenheims, sollte das steuerfrei bleiben.“ [Quellen: Hintergrundgespräch, Selektiv, BKA, Kronen Zeitung, OÖN | Grafiken: Österreich einziges Land ohne Begünstigung beim Wertpapiersparen, Aktienbesitz in Österreich im europäischen Vergleich wenig verbreitet]
Kommentar: „CDU – Sag niemals, was du nicht tun wirst“
von Georg Vetter
Viele Wähler kreiden der Union an, dass sie die Schuldenbremse aufgehoben hat. Diese Wähler wollen den nächsten Generationen keine noch größeren Schulden aufbürden. Sie halten es für unmoralisch, heute Geld auszugeben und die Kinder und Enkel mit den Rückzahlungen zu belasten. Die etablierten Parteien sprechen viel davon, dass sie die Sorgen der Menschen ernst nehmen wollen. Vor allem die Union sollte das tun und ihre inhaltlichen Konturen schärfen. Und sie sollte vor allem erkennen, dass ihre eigenen Wähler taktische Spielchen zum Zwecke des Machterhalts nur bedingt schätzen. Es ist höchste Zeit, die Brandmauern niederzureißen.
💡 Österreichs PISA-Werte sinken seit 10 Jahren. Heute beginnt in Ostösterreich für 512.000 Kinder, davon 42.000 Taferlklassler, das neue Schuljahr. Am morgigen Dienstag präsentiert die OECD die nächsten PISA-Ergebnisse. Hierbei zeigt sich, dass zwischen 2012 und 2022 alle 3 getesteten PISA-Kompetenzbereiche verloren haben. Am stärksten fällt diese Entwicklung bei Mathematik mit einem Minus von 19 Punkten aus. In den Naturwissenschaften sanken die Ergebnisse um 15 Punkte und bei der Lesekompetenz um 10 Punkte. Bildungsminister Christoph Wiederkehr sagte dazu im Selektiv-Interview: „Wir sehen bei allen Erhebungen, dass die Lesekompetenzen in den letzten Jahren leider gesunken sind – das ist eine erschreckende und bedauerliche Entwicklung.“ Es würde ihn daher überraschen, wenn sich bei PISA 2025 eine andere Dynamik zeigt. [Quellen: APA via Medienberichte, OECD, Wiederkehr im Selektiv-Interview | Grafik von Stanislaus Ruhaltinger]

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Die Redaktion von Selektiv gießt Zahlen und Daten in anschauliche Grafiken – hier geht es zum Überblick mit Download-Funktion.
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🇦🇹 Noch nicht alle Stellen bei „Chancenbonus“ besetzt. Das Schuljahr 2026/2027 startet mit einigen Neuerungen, darunter der „Chancenbonus“, der an 400 Schulen bis zu 800 zusätzliche Stellen aus unterschiedlichen Fachbereichen schafft – diese sind aber noch nicht alle besetzt. „Ab Montag sind noch nicht alle Stellen besetzt“, so Bildungsminister Christoph Wiederkehr zu Selektiv. Noch könne er keine Bilanz ziehen und keine konkreten Zahlen nennen, da die Stellen weiterhin ausgeschrieben seien und „wir sie entsprechend besetzen“ werden, so der Minister. Von 150 angeforderten Stellen für Sozialarbeiter ist laut der Agentur zur personellen Unterstützung an Schulen (APGS) erst die Hälfte besetzt. Bei den Lehrkräften gibt es heuer keinen flächendeckenden Mangel, jedoch laut Wiederkehr „punktuell und regional“ Engpässe, die durch Überstunden und Mehrdienstleistungen ausgeglichen werden müssen. Die vom Bildungsminister angekündigte sechsjährige Volksschule soll österreichweit mit mehreren freiwilligen Pilotstandorten starten, das pädagogische Konzept würde „zeitnah“ präsentiert werden. [Quellen: Wiederkehr zu Selektiv, Wiederkehr zu Ö1, BMB, Kronen Zeitung | Reaktion: FPÖ Wien]
🇦🇹 Viertel der Schüler hat nicht-deutsche Umgangssprache. Im Schuljahr 2024/2025 gab es in Österreich 1,14 Mio. Schulkinder, ein Anstieg um 11.526 Schüler im Vergleich zum vorherigen Schuljahr. Der Zuwachs ist dabei vollständig auf Schüler ausländischer Staatsangehörigkeit entfallen (+11.949), während die Zahl österreichischer Schüler zurückging (-423). Im österreichweiten Durchschnitt hatten 20,9 % der Schüler eine ausländische Staatsangehörigkeit und 26 % eine nicht-deutsche Umgangssprache. In Wien hatten 38,1 % eine ausländische Staatsangehörigkeit und 49 % eine nicht-deutsche Umgangssprache. Die Zahl der außerordentlichen Schüler ist mit 50.813 bzw. 4,4 % leicht gesunken (Vorjahr: 4,6 %), in Wien lag der Anteil bei 7,8 %. [Quelle: ÖIF | Reaktionen: FPÖ NÖ, FPÖ Wien]
🇦🇹 Entwurf zur „Sozialhilfe Neu“ liegt vor. Sozialministerin Korinna Schumann hat den Gesetzesentwurf zur Sozialhilfereform in die koalitionsinterne Abstimmung geschickt. Das neue Gesetz soll verstärkt auf Sachleistungen setzen und nun in allen Bundesländern einheitliche Regeln bringen, dabei aber auf Mindest- statt auf Höchstsätze abzielen. Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner forderte erneut, dass die neue Sozialhilfe „keinen Cent mehr“ als in Niederösterreich kosten darf. Auch der steirische Landeshauptmann Mario Kunasek will einer „Aufweichung oder einer Verwässerung“ nicht zustimmen. Der steirische Soziallandesrat Martin Antauer bezeichnet den Gesetzesentwurf als „nicht einmal in Grundzügen mit den Ländern abgestimmt“ und kündigt „entschlossenen Widerstand“ an. Integrationsministerin Claudia Bauer betonte jüngst gegenüber Selektiv, dass „die Sozialhilfe nur eine Überbrückungsleistung sein kann und es keinen Dauerbezug von Sozialhilfe geben kann“. Die Sozialministerin erwartet dennoch eine gütige Einigung zwischen Koalitionspartnern und Bundesländern: „Ich bin optimistisch, dass das gelingen wird“, so Schumann zur APA. Ziel ist weiterhin ein Inkrafttreten mit 1. Jänner 2027. [Quellen: APA via Medienberichte, Heute, Ö1, Selektiv | Reaktionen: FPÖ/Antauer, FPÖ/Schnedlitz, FPÖ/Krauss, FPÖ/Belakowitsch, ÖVP Wien]
🇦🇹 Mikl-Leitner fordert frühere LNK-Senkung. Die niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner forderte in mehreren Interviews, die für 2028 geplante Senkung der Lohnnebenkosten (LNK) auf 2027 vorzuziehen. Das würde den „Wirtschaftsmotor wieder schneller ins Laufen“ bringen und zwar Geld kosten, aber auch Geld einbringen. Die Länder könnten laut Mikl-Leitner einen Teil der vorgezogenen Senkung mittragen: „Wenn man die Wirtschaft wieder in Gang setzt und die Steuereinnahmen steigen, steigen auch wieder die Ertragsanteile.“ Wifo-Direktor Gabriel Felbermayr kann den Vorstoß „gut nachvollziehen“, er komme jedoch zu spät und hätte bereits im Rahmen der Doppelbudgetverhandlungen eingebracht werden sollen, da jetzt die Gegenfinanzierung dafür fehlt. Für Eco-Austria-Direktorin Monika Köppl-Turyna hätte ein Vorziehen der LNK-Senkung Signalwirkung, die Gegenfinanzierung müsse jedoch ausgabenseitig erfolgen. Sowohl Wirtschafts- als auch Finanzministerium lehnten ein Vorziehen der LNK-Senkung gegenüber dem ORF jedoch ab. [Quellen: ORF, Der Standard, Die Presse]
🇦🇹 Windkraft mit August-Rekord. Im heurigen August wurden in Österreich 572 Gigawattstunden (GWh) Strom aus Windkraftanlagen erzeugt, ein neuer Rekord. In den ersten 8 Monaten des Jahres wurden insgesamt 5,8 Terawattstunden (TWh) Strom aus Windkraft erzeugt, ein Anstieg um 4,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit konnten 14,7 % des österreichischen Stromverbrauchs gedeckt werden. Mit 5,4 TWh ist die Stromproduktion aus Photovoltaikanlagen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17,5 % gestiegen und erreichte ebenfalls einen Rekordwert. Die Stromproduktion aus Gaskraftwerken ist im selben Zeitraum um 5,6 % auf 4,2 TWh gesunken. Auch Laufwasserkraft (-18,2 %) sowie Pump- und Speicherwasserkraftwerke (-13,9 %) verbuchten heuer Einbußen. [Quellen: IG Windkraft, Florian Maringer]
🇦🇹 Uniko übermittelt Reformvorschläge an Ministerium. Die Österreichische Universitätenkonferenz (Uniko) hat ihre Strukturreform-Vorschläge an Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner übermittelt, in weiterer Folge soll ein persönliches Treffen zwischen Uniko-Präsidentin Brigitte Hütter und der Ministerin stattfinden. Die Uniko sieht „Entspannungssignale“, sollte es aber bei der „fehlgeleiteten Sparpolitik bleiben“ seien weitere Proteste „vorprogrammiert“. Bis 31. Oktober muss der finanzielle Rahmen für die Leistungsvereinbarungen 2028-2030 festgelegt werden. Das Uniko-Positionspapier verweist u. a. darauf, dass die Kleinteiligkeit des österreichischen Hochschulsystems nicht im Bereich der öffentlichen Universitäten liegt. Die 22 öffentlichen Universitäten würden 80 % der Studierenden betreuen, während auf die restlichen 55 Institutionen nur 20 % entfallen. [Quelle: Uniko – Aussendung, Positionspapier | Reaktionen: Grüne]
🇦🇹 Grundwassersituation weiterhin angespannt. Im heurigen Sommer fiel österreichweit um 32 % weniger Niederschlag und die mittlere Lufttemperatur lag 2,7 °C über dem klimatologischen Mittel 1991-2020. Der Anteil der Messstellen mit niedrigen und sehr niedrigen Grundwasserständen nahm von Mai bis August von 80 auf 90 % zu. Das Umweltministerium spricht von einer „weiter angespannten Grundwassersituation“. An mehr als 95 % der Pegelmessstellen liegen die Abflüsse unter dem langjährigen Mittel. Die für nächste Woche prognostizierten Niederschläge könnten „kurzfristig zu einer Entspannung bei Böden und Fließgewässern beitragen“, würden aber nicht ausreichen, damit sich die Grundwasserstände und Wasserführung nachhaltig erholen können. [Quelle: BMLUK – Aussendung, Wasserbilanz]
🇦🇹 🇪🇺 Einzelhandelsumsatz in Österreich und Eurozone gestiegen. Inflationsbereinigt stieg der Einzelhandelsumsatz im Juli in Österreich gegenüber dem Vorjahresmonat um 2 %. Zuwächse wurden im Lebensmittelhandel und im Nicht-Nahrungsmittelbereich verzeichnet. Gleichzeitig ging der Umsatz der Tankstellen real um 3,2 % zurück. Auch in der Eurozone wurde im Vorjahresvergleich ein Umsatzwachstum von 0,6 % festgestellt. [Quellen: Statistik Austria, Eurostat]
🇪🇺 🇬🇱 200 Mio. Euro für Grönland. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen befindet sich auf einem zweitägigen Besuch in Grönland. Gemeinsam mit der dänischen Premierministerin Mette Frederiksen und dem Premier Grönlands, Jens-Frederik Nielsen, will sie „konkrete Initiativen zur weiteren Stärkung der bilateralen Zusammenarbeit erörtern“. Von der Leyen kündigt in einem Statement ein „Partnerschaftspaket“ an. Die Ergebnisse ihres Besuchs und weitere Details will die Kommissionspräsidentin heute Nachmittag in einer Pressekonferenz präsentieren. Berichten der Financial Times zufolge wird sie zusätzliche 200 Mio. Euro an Finanzhilfen ankündigen, zusätzlich zu den bereits für Grönland budgetierten 225 Mio. Euro. [Quellen: EU-Kommission, Von der Leyen auf X, FT]
🇷🇺 🇺🇦 USA drängen Russland und Ukraine zu Kompromissen. Die von US-Präsident Donald Trump entsandten Vermittler Steve Witkoff und Jared Kushner haben am Samstag den russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau zu einem dreistündigen Termin getroffen. Anschließend trafen sie gestern den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kyjiw. In einer dritten Gesprächsrunde nahmen auch Vertreter europäischer Staaten teil. „Beide Seiten“ müssten Kompromisse eingehen, um eine diplomatische Lösung des Konflikts zu ermöglichen, so Witkoff, der sich „zuversichtlich“ zeigte, dass sich eine „gute Lösung“ finden wird. Der Kreml nannte die Gespräche „inhaltlich fundiert, konstruktiv, äußerst offen und von Vertrauen geprägt“. Der ukrainische Präsident strebt einen „würdigen, verlässlichen und dauerhaften Frieden“ an. Dazu soll in naher Zukunft ein weiteres Treffen zwischen Vertretern der Ukraine, den USA und europäischer Staaten stattfinden. Nach den ersten Gesprächsrunden sagte Selenskyj gegenüber Journalisten jedoch, dass der „Krieg weitergehen wird“. [Quellen: Kyiv Independent, Selenskyj auf X – I, II; Tass]
🇺🇸 Trump erhöht Druck auf Notenbank. US-Präsident Donald Trump ruft die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) zu Zinssenkungen auf. „Senken Sie die Zinssätze, denn die USA sind heute ein wesentlich kreditwürdigerer Staat als noch vor kurzer Zeit!“, so Trump in Richtung Fed-Chef Kevin Warsh. Die USA sollten die niedrigsten Leitzinsen der ganzen Welt haben, so Trump weiter. Werden die Zinsen nicht gesenkt, dann will Trump den Handel mit allen Ländern einstellen, mit denen die USA ein Handelsdefizit haben. Die nächste Sitzung der Fed findet am 15. und 16. September statt. Die Äußerungen des US-Präsidenten folgten auf eine Datenrevision der Beschäftigtenzahlen. Statt eines Verlustes von 23.000 Jobs im Juli wurden die Werte auf einen Anstieg von 23.000 revidiert. Im August wurden 162.000 Jobs geschaffen, erwartet wurden 55.000. Die US-Arbeitslosenrate liegt stabil bei 4,1 %. [Quellen: Trump auf Truth Social, BLS, Reuters]
🌐 Globale Lebensmittelpreise weiter gestiegen. Aufgrund von Wetterextremen und der instabilen Situation im Nahen Osten sowie im Schwarzen Meer sind die weltweiten Lebensmittelpreise auf den höchsten Stand seit November 2022 gestiegen. Der von der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) ermittelte Index ist im August auf 133,3 Punkte gestiegen, um 1,9 Punkte mehr als im Juli und um 2,5 Punkte mehr als im Vorjahresmonat. Der Index liegt damit aber noch knapp 17 % von seinem Rekordhoch nach dem russischen Überfall auf die Ukraine entfernt. FAO-Chefökonom Maximo Torero spricht von einem „Warnsignal“ und dass „die Risikoprämie auf den Lebensmittelmärkten wieder zunimmt: Klimaschocks, geopolitische Spannungen und Störungen in der Handelslogistik wirken zusammen und führen zu einer Verknappung der Versorgungsaussichten“. [Quellen: FAO, Reuters]
Selektive Agenda:
Heute, Nuuk: EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen besucht Grönland; PK um 14:30 Uhr
8:00 Uhr, Wiesbaden: Statistisches Bundesamt veröffentlicht deutsche Industrieproduktion im Juli
9:00 Uhr, Wien: Statistik Austria veröffentlicht die „Großhandelspreise August“
10:00 Uhr, Dublin: Informeller EU-Agrarministerrat (auch 8.9.) [Info]
10:30 Uhr, Limburg: Sentix veröffentlicht das Investorenvertrauen der Eurozone für September
11:00 Uhr, Luxemburg: Eurostat veröffentlicht die BIP-Entwicklung der Eurozone im 2. Quartal (3. Veröffentlichung)
Wochenvorschau:
Am heutigen Montag besucht EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Grönland. Im irischen Dublin findet ein informeller EU-Agrarministerrat statt. Sentix veröffentlicht das Investorenvertrauen der Eurozone für September. Abends findet das letzte ORF-Sommergespräch statt, zu Gast ist FPÖ-Chef Herbert Kickl.
In Paris und Wien werden am Dienstag die internationalen PISA-Ergebnisse 2025 verkündet. Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer präsentiert die Neuausrichtung der Wirtschafts- und Forschungsagenturen im Rahmen der Industriestrategie 2035. Das statistische Bundesamt veröffentlicht die deutsche Handelsbilanz im Juli; Statistik Austria die Außenhandelsdaten für Juni.
Ab Mittwoch findet wieder der wöchentliche Ministerrat statt. Die EU-Kommission will Vorschläge zum Thema „Leistbares Wohnen“ präsentieren – es sollen dabei schärfere Regeln für Kurzzeitvermieter vorgelegt werden.
Am Donnerstag findet eine zinspolitische Sitzung des EZB-Rats statt, die EZB veröffentlicht im Anschluss ihre Stabsprojektion für Wachstum und Inflation in der Eurozone. Am Donnerstag beginnen außerdem die Technology Talks Austria in Wien.
Die Oesterreichische Nationalbank veröffentlicht am Freitag die Interimsprognose 2026 bis 2028.
Selektive Agenda, Termine & Events 🗓️
Was steht auf der Agenda der Bundesregierung und wo treffen sich Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zum Austausch? Die wichtigsten Termine im Überblick.
Der Link zum Selektiv-Terminkalender wechselt jeden Freitag.
Selektives Networking:
Jobwechsel und Karriereschritte: Rudi Risatti wurde zum neuen Direktor des Wiener Theatermuseums bestellt. Katja Schmitz-von Ledebur verantwortet künftig Kunstkammer, Kaiserliche Schatzkammer & Hofjagd- und Rüstkammer. August Wöginger wurde mit 95,9 Prozent der Delegiertenstimmen als Vorsitzender des ÖAAB wiedergewählt. Christian Himmer ist Growth & Transformation Manager beim Verbund.
Sehen & gesehen werden:
13:45 Uhr, Wien: Botschafterinnen- und Botschafterkonferenz: „Österreichs Wirtschaft im geopolitischen Wandel“ in der Diplomatischen Akademie u. a. mit Beate Meinl-Reisinger und Sepp Schellhorn
21:00 Uhr, Wien: ORF-Sommergespräch mit FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl [Info]