Weekender ・ 15.08.2026

Weekender, 15. August 2026

Guten Morgen Österreich!

Wir begrüßen Sie bei unserem wirtschaftspolitischen Briefing am Wochenende! Heute zusammengestellt und editiert von Sara Grasel, Stephan Frank, Maximilian Kern, Driss Schmid und Yannic Haimeder – wir melden uns aus Wien.

Editor’s Note: Treffsicher müssen nur die Förderungen der anderen sein
von Sara Grasel

Sara Grasel Illustration

Manchmal kann einen die Politik doch noch überraschen. „Wir brauchen zusätzliches Geld“. Dieser Satz stammt nicht von Finanzminister Marterbauer auf der Suche nach Argumenten für Vermögenssteuern. Er kommt von einem ÖVP-Minister. Die SPÖ hat abgewinkt. Tritt dieser Fall ein, kann es fast nur um die Landwirtschaft gehen. 

Interview: Totschnig: „Wir brauchen zusätzliches Geld“

Viele landwirtschaftliche Betriebe stecken in der Klemme, weil sie nicht ausreichend versichert sind. Man könnte argumentieren, dass Ernteausfälle aufgrund zunehmender Wetter-Extremereignisse mittlerweile zu einem kalkulierbaren unternehmerischen Risiko gehören – muss man aber offenbar nicht. Es geht schließlich um die Landwirtschaft und das löst ureigene Ängste aus, Lebensmittel könnten zu teuer werden. Dann zielgenau jenen Menschen zu helfen, die sich Lebensmittel tatsächlich nicht mehr leisten können, ist zu einem abwegigen Gedanken geworden. 

Dass der Staat mittlerweile alle Ängste, Sorgen und Risiken großflächig auszugleichen versucht, hat uns aber schon jetzt in eine äußerst missliche Staatsausgaben-Lage gebracht. Die Konsequenz daraus: Der Staat braucht ständig mehr und neue Einnahmen. Mitten in die Debatte um Hilfsgelder für Landwirte platzt der Tax Freedom Day. Er fällt heuer auf den morgigen 16. August. Mehr als die Hälfte des Jahres haben wir mit unseren Löhnen und Gehältern nur die Staatskasse gefüllt. Fast zwei Monate mehr als in den 1970er-Jahren. Wir werden aufgrund des aufgeblähten Staates als Wirtschaftsstandort von allen unseren Nachbarländern abgehängt. Das sollte der ÖVP mehr zu denken geben, als die Frage, wo jetzt zusätzliches Geld für Förderungen hinzubekommen ist. 

Grafik: Beschäftigte arbeiten heuer bis 16. August für den Staat

Die Blockade der SPÖ bei dem Wunsch nach Geldern für die Landwirtschaft ist dennoch scheinheilig. Ganz besonders, weil die SPÖ ausgerechnet argumentiert, dass eine solche Hilfe nicht treffsicher sei. Hat sie eh recht, aber treffsicher müssen anscheinend nur die Förderungen der anderen sein. Mehrwertsteuersenkung, Spritpreisbremse – die SPÖ ist im Grunde genommen Meister des nicht treffsicheren Geldausgebens. So fördert halt jeder sein Klientel, während echte Entlastungsmaßnahmen ein Feigenblatt bleiben. Die Senkung der Lohnnebenkosten war politisch wahrscheinlich teurer als die ÖVP zugeben will. Und die Entlastung bleibt unterm Strich überschaubar, wenn die andere Hand die Körperschaftssteuer erhöht. Die Unternehmen bezahlen sich ihre „Entlastungen“ also selbst. 

Die Uneinigkeit bei den Landwirtschafts-Hilfen zwischen den Regierungsparteien, aber möglicherweise auch innerhalb der ÖVP, führt wieder einmal zu einem grotesken Schauspiel: Der Landwirtschaftsminister bettelt öffentlich um Geld, der Finanzminister legt sich quer und es findet sich niemand, der ein Machtwort sprechen oder die Verhandlungen dazu hinter verschlossene Türen verlegen könnte. Was macht der Bundeskanzler eigentlich gerade?

News – was Sie seit dieser Woche wissen müssen:

🇦🇹 Meinl-Reisinger fordert „Allparteien-Gipfel“ zu Pensionen im Herbst. Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger fordert einen „Allparteien-Gipfel im Herbst zum Thema Pensionen“ und möchte alle Nationalratsparteien in die Verantwortung nehmen. Wer nicht bereit sei, eine solch wichtige Reform mitzutragen, müsse sich vor die Menschen stellen und das begründen. Meinl-Reisinger betonte erneut, dass das Pensionsantrittsalter an die Lebenserwartung angepasst werden müsse. [Quelle: Oe24-Sommergespräch]

🇦🇹 Noch keine Einigung zu Dürrehilfen. Die Regierungsparteien konnten sich gestern nicht auf ein Hilfspaket für die von der Dürre geschädigten Bauern einigen. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig forderte im Vorfeld u. a. Zinszuschüsse zu Betriebsmittelkrediten, um den Zukauf von Saatgut und Futtermitteln zu ermöglichen. Die Koalitionspartner und das Finanzministerium unterstützen diese Forderungen nicht. „Eine Koste-es-was-es-wolle-Politik à la Sebastian Kurz wird es mit uns nicht geben“, so SPÖ-Staatssekretärin Michaela Schmidt. Auch die Neos wollen kein „frisches Geld“ bereitstellen. Totschnig betonte im Interview mit Selektiv, dass das Landwirtschaftsministerium nach 4 Sparpaketen keine Möglichkeit mehr hat, Geldmittel umzuschichten: „Unsere Einsparungsmöglichkeiten wurden genutzt – deswegen brauchen wir hier zusätzliches Geld“. Sollte sich die Regierung bis Sonntag nicht auf Unterstützungsmaßnahmen einigen, will FPÖ-Chef Herbert Kickl an die Grünen herantreten, um gemeinsam eine Sondersitzung des Nationalrats zu beantragen. [Quelle: APA via Medienberichte, Selektiv, FPÖ

🇦🇹 ÖVP uneins beim Klimagesetz. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig sieht aufgrund zunehmender Extremwetterereignisse „Handlungsbedarf“, die offenen Punkte beim Klimaschutzgesetz „rasch zu klären“ und es bald in Begutachtung zu schicken. Koalitionspartner SPÖ hält eine Einigung „kurzfristig möglich“, man müsse „nun den Sack zumachen“. Die Neos forderten Totschnig auf, das entsprechende Klimagesetz „auf den Tisch zu legen“. Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) warnt hingegen vor vorschnellen Schlüssen: „Wer glaubt, dass es unmittelbare Auswirkungen auf die klimatischen Bedingungen hat, wenn man jetzt rasch ein Klimaschutzgesetz beschließt, liegt falsch“. Man müsse mit „Augenmaß agieren“, der Klimaschutz dürfe nicht zu Lasten der Wirtschaft gehen. [Quellen: Totschnig im Ö1-Morgenjournal, Totschnig zu Selektiv, Zehetner zu Selektiv, Der Standard, BMLUK | Reaktionen: Neos, Grüne, Global 2000]

💡 Dürreschäden vernichten rund ein Fünftel der pflanzlichen Erzeugung. Nach Wochen extremer Hitze und Trockenheit beziffert die Österreichische Hagelversicherung den laufenden Dürreschaden mit rund 1 Mrd. Euro. Das macht knapp 22 % des pflanzlichen Produktionswerts von 2025 aus (aktuelle Prognosewerte für den Produktionswert 2026 liegen nicht vor) und mehr als das Dreifache des bisherigen Höchstwerts von 2018 (rund 7 %). Von den Schäden sind nur rund 400 Mio. Euro versichert, den Rest tragen die Betriebe selbst. Landwirtschaftsminister Totschnig kündigte ein Hilfspaket auch für unversicherte Bauern an, Finanzminister Marterbauer verweist auf die angespannte Budgetlage – die Verhandlungen laufen. [Quellen: Österreichische Hagelversicherung, Statistik Austria | Grafik von Stanislaus Ruhaltinger]

Alle Grafiken von Selektiv 📈

Die Redaktion von Selektiv gießt Zahlen und Daten in anschauliche Grafiken – hier geht es zum Überblick mit Download-Funktion.

Der Link wechselt jeden Freitag.

🇦🇹 Wehrpflicht: Die Grünen fordern höhere Zivildienst-Entlohnung für Zustimmung. Um die Wehrpflicht zu verlängern und attraktiv zu gestalten, braucht es eine Anpassung des Zivildienstes und dafür eine Zweidrittelmehrheit im Nationalrat. Grünen-Chefin Leonore Gewessler knüpft die Zustimmung der Grünen an eine höhere Entlohnung im Zivildienst. Mehr Geld sei „eine Grundvoraussetzung“ für die Zustimmung der Grünen, so Gewessler. So wie die Reform jetzt vorliege, stimme sie ihr nicht zu, sei aber verhandlungsbereit. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner hat sich gegen ein höheres Gehalt für Zivildiener ausgesprochen. Die Antragszahlen für den Zivildienst steigen derzeit an, wie die Krone in ihrer Samstagsausgabe berichtet. Die zuständige Ministerin, Claudia Bauer, überrascht das nicht: „Logischerweise möchte jeder seinen Pflichtdienst absolvieren, bevor er vielleicht verlängert wird.“ [Quellen: Tanner zu Ö1, Gewessler im Sommergespräch, Kronen Zeitung | Reaktion: Die Grünen]

🇦🇹 Startup-Dachfonds verzögert sich. Der öffentlich-private Risikokapital-Dachfonds für Startups und Scale-ups soll im 1. Quartal 2027 operativ starten. Ursprünglich hätten schon 2026 erste Investments erfolgen sollen. Im Herbst dieses Jahres finde die Ausschreibung für das Fondsmanagement statt, so Staatssekretärin Elisabeth Zehetner. Das Fondsvolumen soll insgesamt 500 Mio. Euro umfassen – 100 Mio. Euro von der öffentlichen Hand, 400 Mio. Euro von privaten Institutionen wie etwa Versicherungen, Pensionskassen oder Banken. Der Fonds wird bei der staatlichen Förderbank AWS eingerichtet, das Management erfolgt extern. [Quellen: APA via Medienberichte, Brutkasten]

🇦🇹 Energiepreis-Update – Spritpreise wieder gestiegen. Die mittleren Treibstoffpreise lagen gestern bei 2,049 Euro für Diesel (+5 % seit Montag) und 1,794 Euro für Benzin (+5 % seit Montag). Der Ölpreis für ein Barrel (159 Liter) der Sorte Brent zur Lieferung im Oktober lag gestern Abend bei 88,82 Dollar, ein Plus von rund 1,3 % seit Wochenanfang. Der Gaspreis laut des für die EU richtungsweisenden Terminkontrakts lag am Freitagabend bei 60,95 Euro pro MWh – ein Rückgang von rund 0,05 % seit Montag. Die österreichischen Gasspeicher waren am 12. August mit rund 62,42 TWh befüllt, das entspricht 62,25 % der Gesamtspeicherkapazität. Seit dem 1. April stieg der Füllstand um rund 28,4 TWh bzw. 28,3 Prozentpunkte. In der EU betrug der Füllstand 59,33 %, in Deutschland 48,1 %. Nach EU-Vorgaben müssen die Füllstände zwischen dem 1. Oktober und 1. Dezember 90 % erreichen. [Quellen: Spritpreise, Ölpreis, Gaspreis, AGSI – Österreich, Übersicht; EU-Kommission]

🇦🇹 Fernkälte-Leistung soll sich verdoppeln. Die Hitzewellen sorgen für mehr Interesse an Kühlung. In Österreich will die heimische Fernwärmewirtschaft bis 2035 insgesamt 193,2 Mio. Euro in Fernkälte investieren und so die aktuelle Leistung fast verdoppeln. In Deutschland plant Umweltminister Carsten Schneider eine Änderung des Grundgesetzes, damit sich der Bund finanziell an Maßnahmen zur Klimaanpassung – darunter Klimaanlagen – beteiligen kann. [Quellen: APA via Medienberichte, Handelsblatt]

🇦🇹 Grundeigentümer müssen Tiefengeothermie ab 300 Metern dulden. Das für Bergbau zuständige Finanzministerium hat den Koalitionspartnern eine Novelle des Mineralrohstoffgesetzes vorgelegt: Grundeigentümer sollen künftig verpflichtet sein, das Aufsuchen und Gewinnen geothermischer Energie ab einer Tiefe von 300 Metern zu dulden, zudem sollen Genehmigungen beschleunigt werden. Nach Schätzungen ließen sich dadurch etwa 500.000 Wohneinheiten mit Fernwärme versorgen. Finanziert werden soll ein Risikoabsicherungsinstrument über eine „moderate“ Geothermie-Abgabe, die erst nach Amortisation der Investitionskosten fällig wird. [Quellen: BMF, Ö1-Morgenjournal 10.8. | Reaktion: BMWET]

💡 Beschäftigte arbeiten heuer bis 16. August für den Staat. Der Steuerstopptag (engl. Tax Freedom Day) markiert jenen Tag im Jahr, ab dem das Einkommen nicht mehr für Steuern und Abgaben, sondern für den Beschäftigten selbst zur Verfügung steht. Heuer fällt er auf den 16. August, einen Tag früher als im Vorjahr. Aufgrund der gestiegenen Abgabenquote findet der Tag aber rund 7 Wochen später statt als noch in den 1970er-Jahren. Basis für die Berechnung sind die gesamten Arbeitgeberkosten. So fallen bei einem Median-Bruttovollzeitgehalt von 3.977 Euro Gesamtkosten von jährlich 72.206 Euro an. Davon werden Sozialversicherung, Lohnsteuer, Umsatzsteuer und Verbrauchsabgaben abgezogen, dem Arbeitnehmer bleiben letztlich 27.349 Euro jährlich. Das entspricht einer Gesamtbelastung von 62,12 %, umgelegt auf das Kalenderjahr ergibt das 227 von 365 Tagen für den Staat. [Quelle: Hayek Institut | Reaktionen: FPÖJW & JI | Grafik von Stanislaus Ruhaltinger] 

🇦🇹 🇪🇺 Seit Mittwoch gilt die EU-Verpackungsverordnung (PPWR). Die neue EU-Verpackungsverordnung PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation) greift seit Mittwoch mit ihren ersten unmittelbar wirksamen Vorgaben. So dürfen u. a. Verpackungen, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen und bestimmte Grenzwerte für PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) überschreiten, nicht mehr auf den EU-Markt gebracht werden. Zudem werden EU-weite Definitionen etwa für Hersteller harmonisiert, und Verpackungen müssen künftig bestimmte Kennzeichnungen tragen, über die sich Hersteller oder Importeure identifizieren lassen. Bis 2030 sollen alle Verpackungen am EU-Markt recyclingfähig werden, der Einsatz von recyceltem Material soll steigen und der Verbrauch von Neumaterial sinken, mit dem übergeordneten Ziel der Klimaneutralität bis 2050. Der Handelsverband und die WKÖ unterstützen die Ziele, kritisieren aber die Umsetzung: Händler müssten umfangreiche Informations-, Prüf- und Nachweispflichten erfüllen, hätten aber in vielen Fällen keinen Zugang zu den nötigen Unterlagen, die meist bei Verpackungsherstellern oder vorgelagerten Akteuren lägen. Probleme sehen beide v. a. im grenzüberschreitenden Onlinehandel. [Quellen: EU-Kommission, Handelsverband, WKÖ | Reaktionen: FPÖ, WKÖ | Interview: „EU Green Deal zu bürokratisch und kleinteilig“]

Neue Daten und Fakten:

Die Lohnstückkosten stiegen in Österreich zwischen 2023 und 2025 um 6,4 % pro Jahr und damit stärker als im Euroraum-Schnitt (4,5 %) und in Deutschland (5,9 %). 

Im 1. Halbjahr 2026 gab es 9.750 Einbürgerungen von in Österreich lebenden Personen. Das entspricht 34 % mehr als im 1. Halbjahr 2025 (7.296 Personen) und 41,3 % mehr als im 1. Halbjahr 2024 (6.899 Personen).

Nach rückläufigen Zahlen seit 2022 wird der Wohnbau dieses Jahr voraussichtlich ansteigen und 30.900 neue Wohneinheiten erreichen. Für 2027 wird wieder mit einem Rückgang gerechnet. 

Im Jahr 2025 war ein österreichischer Arbeitnehmer durchschnittlich 14,7 Tage im Krankenstand, ein Rückgang von 0,4 Tagen im Vergleich zum Jahr 2024.

Von Jänner bis Juli 2026 gab es in Österreich 190.352 Pkw-Neuzulassungen, um 13,4 % mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die Baupreise für Hoch- und Tiefbau lagen im 2. Quartal 2026 um 4,9 % über dem Vorjahresquartal und um 3,1 % über dem 1. Quartal.

Der Warenhandelsüberschuss der Eurozone ist im 1. Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 88 % gesunken. Im 1. Halbjahr 2025 lag dieser bei 82,2 Mrd. Euro, in diesem Jahr beträgt er 9,8 Mrd. Euro.

Die Industrieproduktion in der EU stieg von Mai bis Juni 2026 um 0,2 % und stagnierte in der Eurozone. In Österreich stieg sie um 0,8 %. Im Vorjahresvergleich betrug der Anstieg in der Eurozone 0,1 % und in der EU 0,6 %. 

Die Beschäftigung in der deutschen Autoindustrie ist im Juni 2026 auf 691.498 Personen gesunken, den tiefsten Stand seit Beginn der vergleichbaren Zeitreihe 2005.

Wochenendprogramm:

Meistgelesener Kommentar der Woche. Sara Grasel – Der Kanzler hat recht [Hier lesen]

Meistgelesenes Interview der Woche. Mariana Kühnel: „Die Wettbewerbsfähigkeit unseres Finanzplatzes ist hervorragend“ [Hier lesen]

Long Read I. Wifo-Konjunkturbericht [Hier lesen]

Long Read II. Ökonom und Politiker Henrique Schneider im Pragmaticus:Rechenzentren sind zu einem Machtfaktor geworden“ [Hier lesen]

Long Read III. The Economist – How—and how much—should central banks talk? [Hier lesen]

Nächste Woche auf der Agenda:

Politik Österreich. Am Montag empfängt Innenminister Gerhard Karner den dänischen Migrationsminister Morten Bødskov zum Arbeitsgespräch. Am Dienstag tritt Außenministerin Beate Meinl-Reisinger ihren dreitägigen Finnland-Besuch an.

Politik international. Am Freitag findet in New York die zweite Abstimmung im UNO-Sicherheitsrat über den neuen UNO-Generalsekretär statt.

Daten und Fakten. Am Montag veröffentlicht Eurostat „Unternehmensgründungen und Insolvenzen Juni 2026“. Am Dienstag folgen von Eurostat die „Bildungsausgaben 2023“. Am Mittwoch legt Statistik Austria den „Verbraucherpreisindex (VPI/HVPI) Juli 2026“ (vorläufig) vor; Eurostat veröffentlicht die „Verbraucherpreise Eurozone Juli“ (endgültig), die „Offenen Stellen 2. Quartal 2026“ (Schnellschätzung) sowie den „Arbeitskostenindex 2. Quartal 2026“ (Schnellschätzung). Am Freitag folgt der „Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe sowie Dienstleistungen Eurozone August“ von S&P Global, die EU-Kommission veröffentlicht das „Verbrauchervertrauen Eurozone August“ (Vorabschätzung).

Selektive Agenda, Termine & Events 🗓️

Was steht auf der Agenda der Bundesregierung und wo treffen sich Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zum Austausch? Die wichtigsten Termine im Überblick.

Der Link zum Selektiv-Terminkalender wechselt jeden Freitag.

Selektives Networking:

Aufsteiger und Umsteiger der Woche. Hana Dellemann wird am 1. Oktober 2026 kaufmännische Geschäftsführerin und Vorsitzende der Geschäftsführung der Landesholding Burgenland. Clemens Schmidgruber, Franz Zöchbauer, Lukas Kepplinger und Hannah Wundsam sind neue Mitglieder des österreichischen Startup-Rats. Simon Kravagna wird neuer Geschäftsführer der Mediengruppe Wiener Zeitung. Im ORF kommt es zu mehreren Bestellungen: Silvia Lieb wird Direktorin für Finanzen und Verwaltung, Michael Krön Direktor für Programm und Brands, Angelika Simma-Wallinger Direktorin für Audience und Plattformen. Gerd Schneider wird Landesdirektor in Salzburg, Sigrid Hroch Landesdirektorin in der Steiermark, Martin Weberhofer Landesdirektor in Kärnten. Clemens Schwaiger löst Gerhard Valeskini Ende September in der Geschäftsführung der Krone und der Mediaprint ab. Dominik Bernhofer wird ab Oktober neuer Kabinettschef von Markus Marterbauer im Finanzministerium.

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