Expertinnen und Experten

Meinung, Reflektion und Standpunkte zum aktuellen Geschehen.

Aktuelle Kommentare

Kommentar von Sara Grasel

Der aufgeblähte Staat und die schrumpfende Industrie

Industrie und Gewerbe waren zuletzt 2012 größer als der öffentliche Sektor, seither geht die Schere auseinander. Jetzt braucht man nicht tief in die Analyse-Kiste der Wirtschaftsforscher greifen, um zu wissen, warum. Spannend wird, ob daraus die richtigen Schlüsse gezogen werden. Denn: Was passiert, wenn immer weniger Menschen das Geld verdienen, mit dem eine wachsende Schar an Staatsdienern finanziert wird? Richtig: Es geht sich hinten und vorne nicht mehr aus.

Kommentar von Christian Tesch

Der Klimaziel-Fetischismus verstellt den Blick aufs Wesentliche

Weil Klimaziele so attraktiv sind, werden immer neue ins Spiel gebracht – territoriale, temporäre, sektorale Ziele. Möglichst kleinteilig. Die wahren Träger der Energiewende sind aber nicht die politischen Theoretiker, sondern die unternehmerischen Praktiker. Elektriker und Installateure, die PV-Anlagen und Wärmepumpen installieren, Handwerksbetriebe, die Gebäude energieeffizient machen, Industriebetriebe, die ihre Prozesse neu denken. Und die brauchen etwas anderes.

Kommentar von Philipp Koch

Datencenter dürfen nicht die neuen Windräder werden

Datencenter sind gemeinsam mit Breitband- und Strominfrastruktur das Rückgrat der digitalen Welt und die physische Infrastruktur der Digitalisierung und lokale Rechenkapazität eine Voraussetzung für digitale Souveränität. Gerade hier hinken wir in Österreich aber hinterher, dabei hat Österreich für Datencenter durchaus Standortvorteile.

Wohin mit dem Geld? von Monika Rosen

Fed senkt die Zinsen und bleibt dennoch unter Druck

Die US-Notenbank sitzt derzeit nicht nur zwischen zwei, sondern eigentlich zwischen drei Stühlen. Da ist Präsident Trump, der tiefere Zinsen sehen will und das auch lautstark kommuniziert. Da ist der zuletzt deutlich schwächere Arbeitsmarkt, der eine solche Senkung durchaus „hergeben“ würde. Aber da ist auch die Inflation, die immer noch meilenweit vom Zielwert entfernt ist. 

Kommentar von Sara Grasel

In sozialistischen Luftschlössern kann man nicht wohnen

Die Mietpreisbremse wird nicht dafür sorgen, dass es mehr günstige Wohnungen gibt, sondern dafür, dass Wohnraum knapper wird und dann in weiterer Folge teurer. Sie taugt auch nicht als Maßnahme gegen die Teuerung. Bleibt die Frage, welche wirtschaftsfreundlichen Wünsche der ÖVP und der Neos als Abtausch für die se rote Showpolitik erfüllt werden.

Kommentar von Georg Renner

Mord im Beamtengehälter-Express

Etliche Leute aus Regierungskreisen behaupten, Werner Kogler habe die Beamteneinigung 2024 quasi im Alleingang durchgedrückt – und außerdem habe man ja nicht wissen können, wie schlimm es um die Staatsfinanzen bestellt gewesen wäre. Das ist, pardon, Humbug: Spätestens ab 3. Oktober 2024 waren die Karten alle auf dem Tisch, wer ab da nichts mehr von dem fiskalischen Desaster wissen wollte, vor dem die Republik stand und steht, musste aktiv wegschauen.

Kommentar von Gerald Loacker

Wie Leistung sich im Pensionssystem lohnt

Die aktuelle Pensionserhöhung zeigt einmal mehr, dass die Politik das Pensionssystem lieber mit kosmetischen Maßnahmen behandelt, als sich offen den großen Fragen zu stellen. Eine nachhaltige Sicherung der Pensionen erfordert Mut, Ehrlichkeit und eine klare Orientierung am Versicherungsprinzip. Wer jahrzehntelang gearbeitet und eingezahlt hat, darf nicht der Verlierer von politischen „Sozialstaffeln“ sein.

Kommentar von Matthias Reith

Wer die Inflationstreiber im Supermarkt sucht, ist auf der falschen Spur

Im Herbst letzten Jahres war die Welt noch in Ordnung. Aus heutiger Sicht kaum zu glauben: Im Oktober 2024 lag die rot-weiß-rote Teuerung bei 1,8 % – unter der 2-%-Marke und unter dem Euroschnitt! Der „inflationäre Ausnahmezustand“ wurde für beendet erklärt. Heute wissen wir: Totgesagte leben länger. Im August kletterte die Inflation auf 4,1 %. Platz 4 im Inflationsranking der 20 Euroländer ist wahrlich kein Ruhmesblatt. Doch warum hat die Inflation gerade in Österreich ein derart fulminantes „Comeback“ gefeiert?

Kommentar von Heike Lehner

Drei Tipps für Neo-Gouverneur Martin Kocher

Mit 1. September 2025 hat Martin Kocher sein neues Amt als Nationalbank-Gouverneur angetreten. Geldpolitisch kommt er in einer höchst spannenden, aber auch ebenso herausfordernden Zeit in die Runde der Europäischen Zentralbank (EZB). 2025 ist ein Jahr des Umbruchs: Die Amtszeit von gleich sieben EZB-Gouverneuren endet. Ein idealer Moment also für drei Bitten an den neuen Gouverneur.

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