Expertinnen und Experten

Meinung, Reflektion und Standpunkte zum aktuellen Geschehen.

Aktuelle Kommentare

Kommentar von Alexander Purger

Bei uns ist das ganze Jahr Weihnachten!

Manche meinen, die österreichische Politik gleiche einem Ganzjahresfasching. Möglicherweise sollte man aber von Ganzjahresweihnachten sprechen. Denn Weihnachten ist das Fest der Stille und der Liebe, die Zeit, in der man über Konflikte die Decke des allgemeinen Wohlwollens und Schweigens breitet. Wie das ist, wenn man dieses absolute Ruhegebot der Republik bricht, hat unlängst die Salzburger Landesregierung erlebt.

Kommentar von Gerald Loacker

Herbstlohnrunde: Mehr Planungssicherheit, mehr Spreizung

Viele Branchen starteten unter spürbarem wirtschaftlichem Druck in diese Herbstlohnrunde. Die kräftigen KV-Erhöhungen der vergangenen drei Jahre haben das Lohnkostenniveau nachhaltig angehoben, …

Kommentar von Gunter Deuber & Matthias Reith

Österreichs Wachstum im Jahr 2025 ist ein Wachstum „auf Pump“

„Wachstum“ im Graubereich des ökonomischen Stillstands ist wahrlich kein Aufschwung, der diesen Namen auch verdient. Wir rechnen heuer mit einem Plus von 0,5 %. Ein konjunkturelles Schlusslicht bleibt Österreich damit weiterhin – die Eurozone kommt heuer dreimal so schnell voran. Österreich wächst wieder, die meisten anderen Euro- und EU-Länder wachsen aber schneller.

Kommentar von Heike Lehner

Geldpolitik: Die Märkte sind nach wie vor verzerrt

Die Party des billigen Geldes bedeutet Staatsverschuldung ohne Ende und schwache Budgetdisziplin der Staaten. Die 10-jährigen Staatsanleihezinsen waren im Euroschnitt am Höchststand um etwa 1,8 Prozentpunkte niedriger als sie es ohne Staatsanleihenankäufe gewesen wären. Und selbst heute liegen sie weiterhin um rund 0,6 Prozentpunkte niedriger, als sie sollten. Das bedeutet, dass die Staaten im Euroschnitt noch immer nicht die Zinsen auf ihre Schulden zahlen, die sie ohne Eingreifen der EZB zahlen würden.

ZeitGeschichten von Gerhard Jelinek

Immer schon ein Thema: Wann wird Strom endlich billiger?

Vor genau 101 Jahren geht dem Wiener Rathaus ein Licht auf. Und die Boulevardzeitungen bewegt ein Thema: Wann wird Strom endlich billiger? Ein alter Spruch bewahrheitet sich: Journalismus ist Wiederholung. Und Politik auch.

Kommentar von Laura Raggl

Artificial Inflation – der wahre Preis des KI-Booms

Etwa ein Drittel des europäischen Risikokapitals fließt derzeit in KI und DeepTech Startups. In den USA liegt der Anteil mit über 35 % sogar noch höher. Die europäische Tech-Wirtschaft erreicht damit eine geschätzte Wertschöpfung von rund 4 Billionen US-Dollar, knapp 15 % der gesamten Wirtschaftsleistung Europas. Das klingt weniger nach Nische und mehr nach dem neuen Fundament der europäischen Wirtschaft. Doch mit dem Boom steigen auch die Erwartungen.

Kommentar von Georg Renner

Diese Regierung ist noch nicht abgeschrieben

Ich gestehe, ich hatte meine Zweifel. Nachdem am Donnerstagnachmittag noch kein weißer Rauch aufgestiegen war, war ich darauf eingestellt, dass schon wieder …

Kommentar von Rainer Nowak

Und was, wenn Trump recht hat?

Die USA richten ihren strategischen Blick dorthin, wo die Weltordnung tatsächlich neu verhandelt wird – den indo-pazifischen Raum, die digitale Sphäre, die ökonomische Systemkonkurrenz mit China. Europa hingegen präsentiert sich trotz all seiner Deklarationen als ein Kontinent, der mit sich selbst beschäftigt ist. Ein Blick in die Staatskanzleien macht sicher: Emmanuel Macron ist ein Auslaufmodell. Friedrich Merz war bisher nicht einmal ein Modell. Nur Italiens Georgia Meloni darf manchmal an den weltpolitischen Tisch. 

Kommentar von Bernhard Seyringer

Der zweite „China-Schock“ wird uns mit Wucht treffen

Der zweite „China-Schock“ nimmt mit dem nächsten Fünfjahresplan volle Fahrt auf. Er wird uns mit voller Wucht treffen. War es vor mehr als zwei Dekaden das industrielle Kernland der USA, dass die verheerenden Wirkungen zu spüren bekam, ist es nun unser Kontinent.

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