Expertinnen und Experten

Meinung, Reflektion und Standpunkte zum aktuellen Geschehen.

Aktuelle Kommentare

Kommentar von Georg Renner

Rezession zu Ende: Jetzt nur ja nicht jubeln!

Die Politik sollte sich vom Licht am Ende des Tunnels nicht blenden lassen: Nicht nur ist das nicht ihr Verdienst, sondern jener der österreichischen Konsumenten und Unternehmerinnen. Das Wachstum ist auch nur ein sehr, sehr zartes Pflänzchen, das sie hegen und pflegen sollte – und dem sie vor allem Raum geben muss. Was heißt das in konkreter Politik?

Kommentar von Matthias Reith

Das österreichische Arbeitsmarkt-Scheinwunder

Rekordbeschäftigung trotz Langzeitrezession. Wie passt das zusammen? Der Blick unter die Oberfläche zeigt: Das „Beschäftigungswunder“ ist in Wirklichkeit ein „Scheinwunder“. Ein Grund: Wie viel in Österreich insgesamt gearbeitet wird (Stundenvolumen), ist derzeit der eigentliche „Seismograph“ am Arbeitsmarkt für den konjunkturellen Gegenwind – und nicht wie viele in Österreich arbeiten.

Kommentar von Markus Hengstschläger

Polanyis Paradoxon: Der entscheidende Vorteil älterer Mitarbeiter

Ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben zusätzliche Qualifikationen von unschätzbarem Wert: Ein nach dem Philosophen Michael Polanyi benanntes Paradoxon beschreibt das Phänomen, dass der Mensch im Laufe seines Lebens sehr viel Wissen implizit besitzt und vermehrt, es aber nicht in Form von Anleitungen aufschreiben und einfach übertragen kann.

Kommentar von Gerald Loacker

Shrinkflation im Sozialstaat

Große Aufregung in Österreich: Lebensmittelhersteller verkleinern ihre Verpackung, aber der Preis bleibt gleich: Die Kunden kaufen um denselben Preis weniger Gegenleistung ein. Dasselbe Vorgehen, das beim Lebensmittelhersteller zu heller Empörung führt, lässt alle kalt, wenn es die öffentliche Hand wählt. Die fährt nämlich auch Leistungen zurück, lässt aber den Preis gleich.

Kommentar von Sara Grasel

Der aufgeblähte Staat und die schrumpfende Industrie

Industrie und Gewerbe waren zuletzt 2012 größer als der öffentliche Sektor, seither geht die Schere auseinander. Jetzt braucht man nicht tief in die Analyse-Kiste der Wirtschaftsforscher greifen, um zu wissen, warum. Spannend wird, ob daraus die richtigen Schlüsse gezogen werden. Denn: Was passiert, wenn immer weniger Menschen das Geld verdienen, mit dem eine wachsende Schar an Staatsdienern finanziert wird? Richtig: Es geht sich hinten und vorne nicht mehr aus.

Kommentar von Christian Tesch

Der Klimaziel-Fetischismus verstellt den Blick aufs Wesentliche

Weil Klimaziele so attraktiv sind, werden immer neue ins Spiel gebracht – territoriale, temporäre, sektorale Ziele. Möglichst kleinteilig. Die wahren Träger der Energiewende sind aber nicht die politischen Theoretiker, sondern die unternehmerischen Praktiker. Elektriker und Installateure, die PV-Anlagen und Wärmepumpen installieren, Handwerksbetriebe, die Gebäude energieeffizient machen, Industriebetriebe, die ihre Prozesse neu denken. Und die brauchen etwas anderes.

Kommentar von Philipp Koch

Datencenter dürfen nicht die neuen Windräder werden

Datencenter sind gemeinsam mit Breitband- und Strominfrastruktur das Rückgrat der digitalen Welt und die physische Infrastruktur der Digitalisierung und lokale Rechenkapazität eine Voraussetzung für digitale Souveränität. Gerade hier hinken wir in Österreich aber hinterher, dabei hat Österreich für Datencenter durchaus Standortvorteile.

Wohin mit dem Geld? von Monika Rosen

Fed senkt die Zinsen und bleibt dennoch unter Druck

Die US-Notenbank sitzt derzeit nicht nur zwischen zwei, sondern eigentlich zwischen drei Stühlen. Da ist Präsident Trump, der tiefere Zinsen sehen will und das auch lautstark kommuniziert. Da ist der zuletzt deutlich schwächere Arbeitsmarkt, der eine solche Senkung durchaus „hergeben“ würde. Aber da ist auch die Inflation, die immer noch meilenweit vom Zielwert entfernt ist. 

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