Expertinnen und Experten

Meinung, Reflektion und Standpunkte zum aktuellen Geschehen.

Aktuelle Kommentare

Kommentar von Georg Renner

Fiskalzeichen und Wunder

In den vergangenen Tagen hat sich ein paar Mal gezeigt, dass jetzt, wo nach Wien länger keine überregionale Wahl mehr ansteht, ein Zeitfenster offen sein könnte, die Republik gemeinsam auf einen finanziell stabilen Kurs zu bringen. Es geschehen Zeichen und Wunder, könnte man sagen. Und das ist gut, weil ein mittelgroßes Wunder wäre gerade ziemlich hilfreich.

Kommentar von Markus Hengstschläger

Auch die besten Fachkräfte kommen und gehen

Die Politik von US-Präsident Trump begünstigt die Abwerbung von in den USA ausgebildeten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Länder und Unternehmen, die sich in Zeiten von Fachkräftemangel, detailliert mit der Frage beschäftigen warum jemand wo hingeht um zu arbeiten, werden im globalen „War for talents“ die Nase vorne haben.

Kommentar von Laura Raggl

IPO? Nein, danke! Warum Startups lieber privat finanziert bleiben

Ein Börsengang gilt für viele Gründerinnen und Gründer als der große Durchbruch – die ultimative Bestätigung ihres unternehmerischen Erfolgs. Doch in den vergangenen Jahren hat sich die Dynamik am Markt stark verändert. Seit dem Boomjahr 2021 herrscht eine regelrechte Flaute bei Tech-IPOs. Warum gehen Startups heute später oder gar nicht mehr an die Börse? Und was bedeutet das für Anleger?

Kommentar von Heike Lehner

Die Bewährungsprobe der Fed

Wenn die US-Zentralbank zu lange zögert, steht sie bald vor einem viel härteren Dilemma: hohe Inflation, steigende Arbeitslosigkeit – und der Verlust der eigenen Glaubwürdigkeit.

Kommentar von Sara Grasel

In Österreich wächst vor allem der Staat

Der Staat ist als Arbeitgeber offenbar attraktiver, als man meinen möchte. Immer wieder überraschen Umfragen mit dem Ergebnis, dass Studenten mit ihrem Abschluss im öffentlichen Dienst anheuern wollen. Gratuliere! Sie haben sich für eine Zukunftsbranche entschieden. Da gibt es nur ein Problem.

Kommentar von Rainer Nowak

Wie die Merz-CDU die Stocker-ÖVP rettet

Christian Stocker kann sich trösten, dass ein CDU-Wahlsieger genauso von den Sozialdemokraten über den Tisch gezogen wird wie eine geprügelte ÖVP. Aber: Für (Mittel)europas Industrie, Wirtschaft und Budgets sind das aus beiden Ländern nicht sehr gute Nachrichten.

Kommentar von Georg Renner

Gegen die Kettensäge

Bürokratie ist grundsätzlich etwas Wunderbares. Das Zusammenspiel von Regeln und stabilen Institutionen; die Nachvollziehbarkeit jedes staatlichen Handelns; das Versprechen, dass alle Bürgerinnen und Bürger gleich behandelt und veraktet werden: Im Großen sind das alles Elemente von Freiheit, ein Schutzschild gegen Willkür und Günstlingspolitik.

Zeitgeschichten von Gerhard Jelinek

Was wäre, wenn Österreich nie neutral gewesen wäre?

Die Geschichte der österreichischen Neutralität ist – sorry, to say – eine internationale Randnotiz, so wie es die schiere Existenz dieses wunderbaren Staates nach 1945 war – und sie ist ein Glücksfall. Tatsächlich entfaltet Österreichs Neutralität in den Jahrzehnten des „Kalten Kriegs“ eine segensreiche Wirkung, ob vorgetäuscht oder nicht. Im Völkerrecht kennt man den Begriff der „normativen Kraft des Faktischen“. Mit dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union reduziert sich die Neutralität auf einen kleinen Kern.

Kommentar von Alexander Purger

Die Blauen bleiben unser Blitzableiter

Dass Benjamin Franklin, der Erfinder des Blitzableiters, nebenbei Politiker war (beziehungsweise Politiker war und nebenbei den Blitzableiter erfand), kann kein Zufall sein. Denn zerstörerische Energie vom Staatsgebäude abzuleiten, ist eine der ureigenen Aufgaben der Politik. In Österreich wird sie von der FPÖ wahrgenommen.

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