Expertinnen und Experten

Meinung, Reflektion und Standpunkte zum aktuellen Geschehen.

Aktuelle Kommentare

Kommentar von Georg Renner

Wie, eine Pensionsreform einfach umsetzen? Das geht? 

Jetzt brauchen wir an dieser Stelle gar nicht auf die einzelnen Punkte  der deutschen Reformpläne einzugehen; manche davon sind systemisch nur im deutschen Kontext nachvollziehbar, manche – etwa die Eingliederung (neuer) Beamtenpensionen hat Österreich unseren lieben Nachbarn sogar schon Jahrzehnte voraus. Aber wirklich bemerkenswert ist die Vorgehensweise: Man beauftragt gemeinsam Expertinnen und Experten damit, eine tragfähige Lösung zu erarbeiten – und setzt die dann auch tatsächlich um, ohne da lange herumzudeuteln.

Kommentar von Bernhard Seyringer

Pekings neue Weltordnung

Während die Aufmerksamkeit der Welt auf die Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine gerichtet ist, hat Peking Anfang Juni erneut …

Kommentar von Rainer Nowak

Elke Kahr, Peppona von Graz

Nicht Stalingraz: Die steirische Hauptstadt hat deutlich gezeigt, dass eine neue linkspopulistische Bewegung Platz hätte – mit der richtigen Frontfigur. Elke Kahrs Wahltriumph im einst bürgerlichen Graz.

Wohin mit dem Geld? Von Monika Rosen

Goldpreis: Verblassender Glanz?

Der Goldpreis konnte von den vielen Krisen des heurigen Jahres kaum profitieren, im Gegenteil. Vom Höhenflug des Vorjahres sind wir mittlerweile weit entfernt. Paradoxerweise hat der Iran Krieg nicht geholfen, und auch der neue Chef der US Notenbank erwies sich als Spielverderber. Wie wahrscheinlich ist es also, dass der Goldpreis demnächst wieder Rekorde bricht?

Kommentar von Matthias Reith

Das Wachstum ist zurück, der Rückstand bleibt

Die Industrieunternehmen haben sich ihren Aufschwung gewissermaßen „selbst bezahlt“. Die Bauwirtschaft tappt dagegen weiterhin in tiefster Finsternis – und war bis zuletzt (Q1 26) eine Wachstumsbremse. Denn am Bau herrscht nach wie vor gespenstische Ruhe. Die Bauwirtschaft (Wohnbau und sonstiger Bau) befindet sich inmitten einer „Marathon-Rezession“, das Jahr 2026 wird für die Branche wohl zum 8.(!) Rezessionsjahr – ob mit oder ohne Irankrieg. Zumindest seit den 1970er-Jahren (und wohl auch davor), gab es keine Branche, die eine längere Durststrecke durchleben musste.

Kommentar von Rainer Nowak

Der Brexit entlässt seinen nächsten Premier

Keir Starmer tritt einen Tag vor dem zehnten Jahrestag des Referendums ab. Großbritannien führt vor, wie lange eine populistische Fehlentscheidung ein Land zermürbt. In Rom lässt sich besichtigen, wie (rechtspopulistische) Souveränität auch aussehen könnte.

Kommentar von Heike Lehner

Geldpolitik: Wer früh genug bremst, bremst billig

In einer Zeit, wo die Inflation in aller Munde ist, gelten andere Regeln. Zaudern ist keine Option. Gerade, nachdem die Inflation bereits auf über drei Prozent angestiegen ist und die Geopolitik die Preise nur noch weiter in die Höhe steigen lässt, ist ein Zinsschritt nach oben umso wichtiger. In der Eurozone ist diese Logik bekannt, in den USA ist die Lage etwas brenzliger. Mit Kevin Warsh sitzt neuerdings ein neuer Mann an der Spitze der Fed. Er wurde von einem Präsidenten nominiert, der lautstark niedrigere Zinsen verlangt.  Auch wenn es aktuell nicht danach aussieht, kann er das Vertrauen in die Fed leicht verspielen.

ZeitGeschichten von Gerhard Jelinek

Wie Österreich die Bildung und Gesundheit privatisiert

Es soll einst einen österreichischen Politiker gegeben haben, der mit dem Satz „Mehr privat – weniger Staat“ auch Wahlen gewonnen hat. Sein Name: Wolfgang Schüssel. Sein Konzept: weitgehend erfolgreich, heute aber eher vergessen. Dabei privatisiert Österreich derzeit gerade sein Bildungs- und Gesundheitswesen, aber nur für den leistungsbereiten Mittelstand, der ohnehin den größten Teil der Steuern zahlt.

Kommentar von Laura Raggl

Österreich kann plötzlich Startup – aber wer hält es am Laufen?

Allein im ersten Quartal 2026 floss mit rund einer Viertelmilliarde Euro fast so viel Risikokapital in heimische Startups wie im gesamten Jahr 2025. Doch das eigentlich Bemerkenswerte ist nicht die Höhe der Summen. Es ist das Tempo. Es ist in Österreich strukturell möglich, aus dem Nichts in kürzester Zeit Unternehmen von internationalem Rang zu bauen. Aber während wir die Exits und Finanzierungen von heute feiern, versiegt im Stillen der Nachschub.

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