Expertinnen und Experten

Meinung, Reflektion und Standpunkte zum aktuellen Geschehen.

Aktuelle Kommentare

Kommentar von Rainer Nowak

Warum nicht Wolfgang Peschorn?

Und nun zu etwas völlig anderem: Sie naht wieder, die Bundespräsidentenwahl, und längst wird/wurde in allen Parteien darüber gebrütet, wer denn diesmal in die Hofburg einziehen könnte. Natürlich sei es dafür offiziell noch viel zu früh, heißt es allerorts. Was in der Politik ein verlässliches Zeichen dafür ist, dass intern längst Namen herumgereicht werden. Auch wenn die SPÖ vorher mit drei Parteichefs und 15 Prozent eine(n) neue(n) sucht…

Kommentar von Georg Vetter

Bablers letztes Gefecht

Die Entscheidungsfindung in der Regierung gestaltet sich bereits jetzt schwer, weil sie aus drei Parteien besteht. Besonders schwer wird es nun, wenn eine Partei durch drei Leute an der Spitze und einen ersten Mann in der Regierung repräsentiert wird. Mit Andreas Babler ist es in einigen Monaten politisch vorbei. In den USA nennt man so jemanden eine „lame duck“. Wie die Regierung im Herbst eine Reformpartnerschaft verwirklichen will, ist völlig schleierhaft.

Kommentar von Alexander Purger

Österreich, das erstarrte Land

Stellen Sie sich vor, Sie stecken bis zum Hals in einem Moor, und das einzige, was Sie noch bewegen können, sind Ihre Augenbrauen. Da führe ich aber kein sehr bewegtes Leben, werden Sie sich jetzt sagen. Ja, stimmt. Aber Sie sind nicht allein: Dem österreichischen Staat geht es genauso. Gegen Österreich ist ein Mafia-Opfer, das mit Betonpatscherln im Meer versenkt wird, das reinste Springinkerl. Geldnot und Reformunlust haben unserer Politik längst jeden Bewegungsspielraum geraubt.

Purger
ZeitGeschichten von Gerhard Jelinek

Viel weiter nach unten kann es für die SPÖ nicht gehen

Durch einen SPÖ-Vorsitzenden Zeiler käme plötzlich unverhoffte Dynamik ins politische Geschehen. Und wer weiß, sollte auch die ÖVP auf Zeiler mit dem Ausspielen eines Personal-Atouts reagieren, vielleicht ist dann FPÖ-Obmann Herbert Kickl bei überraschend vorgezogenen Neuwahlen im Frühjahr 2027 der „Alte“. Die Karten werden neu gemischt – früher oder später.

Kommentar von Rainer Nowak

Zeiler? Popcorn (für die Sozialdemokratie)?

Die Partei müsse jene unterstützen, die nicht arbeiten können, sagt Zeiler. Aber nicht jene, die nicht arbeiten wollen. Das könne sich Österreich nicht leisten und gerecht sei es auch nicht.
Auch bei den Steuern wird der Unterschied sichtbar. Über Vermögens- und Erbschaftssteuern zu diskutieren habe derzeit wenig Sinn, weil es dafür keine Mehrheit gebe. Eine Erbschaftssteuer kann sich Zeiler grundsätzlich vorstellen, allerdings nur, wenn die Staatsquote dadurch nicht steigt und jeder zusätzliche Euro dazu verwendet wird, Arbeit zu entlasten. Die alte Kreisky-SPÖ hätte diese Erkenntnis vermutlich weniger revolutionär gefunden als manche ihrer heutigen Erben. Umso erstaunlicher war allerdings, was Zeiler nicht ankündigte.

Kommentar von Christian Tesch

Wer ein Klimaziel will, muss leistbare Energie liefern

Man kann Klimaneutralität nur erreichen – egal ob 2050 oder früher – wenn den Unternehmen Energie zu vernünftigen Preisen zur Verfügung steht. Ist das nicht der Fall, kann man auch nicht den Unternehmen Schuld geben, Ziele zu verfehlen. Wenn Regierung und Parlament also früher als notwendig klimaneutral sein wollen, müssen sie zuallererst ihre eigenen Hausaufgaben machen. Dafür braucht es nicht mal ein Klimagesetz. Nur guten Willen und ernsthafte Arbeit.

Kommentar von Georg Renner

Wir stecken in einer Bildungskrise

Wir haben da eine massive Bildungskrise. Eine, die für unsere Gesellschaft und unseren Wohlstand ziemlich sicher wichtiger ist als die Diskussion um …

Kommentar von Bernhard Seyringer

Chinas Mehrfronten-Halbleiterkrieg

Hat China jetzt eine eigene Anlage zur High-End-Chipherstellung? Diese Frage lässt sich leider nicht final beantworten, aber offenbar nimmt man Chinas Mehrfrontenkrieg um die Dominanz in der Halbleiterindustrie in Washington sehr ernst. Noch in diesem Herbst soll im US-Kongress, über einen der brisantesten Gesetzesentwürfe der letzten Jahre abgestimmt werden. 

Kommentar von Rainer Nowak

Der Kultureuro oder: Schade um eine schöne Idee

Der Kultureuro war eine bemerkenswerte Idee. Er hätte eine faszinierende neue Welt österreichischer Steuerpolitik eröffnet: die Ressortsteuer. Warum eigentlich bei der Kultur stehen bleiben? Der Landwirtschaftsminister könnte einen Landwirtschaftseuro einführen. Auf jedes Kilo österreichischer Lebensmittel kommt ein kleiner Aufschlag, vielleicht auf importierte, damit die heimische Landwirtschaft nicht diskriminiert wird. Das Geld wandert zum Ministerium, dort tagt eine Kommission und verteilt es wieder an jene Bauern, die nach den jeweils geltenden Kriterien als förderungswürdig gelten.

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