Expertinnen und Experten
Barbara Schmidt
Bernhard Seyringer
Carmen Possnig
Carmen Treml
Christian Tesch
Daniel Varro
Elisabeth Zehetner
Georg Renner
Georg Vetter
Gerald Loacker
Gerhard Jelinek
Gunter Deuber
Gunter Deuber & Matthias Reith
Heike Lehner
Johannes Hahn
Karl Fuchs
Laura Raggl
Markus Hengstschläger
Martin Rhonheimer
Matthias Reith
Monika Rosen
Niko Jilch
Philipp Koch
Rainer Nowak
Sara Grasel
Sylvia Schwaag Serger
Aktuelle Kommentare
Warum nicht Wolfgang Peschorn?
Und nun zu etwas völlig anderem: Sie naht wieder, die Bundespräsidentenwahl, und längst wird/wurde in allen Parteien darüber gebrütet, wer denn diesmal in die Hofburg einziehen könnte. Natürlich sei es dafür offiziell noch viel zu früh, heißt es allerorts. Was in der Politik ein verlässliches Zeichen dafür ist, dass intern längst Namen herumgereicht werden. Auch wenn die SPÖ vorher mit drei Parteichefs und 15 Prozent eine(n) neue(n) sucht…
Bablers letztes Gefecht
Die Entscheidungsfindung in der Regierung gestaltet sich bereits jetzt schwer, weil sie aus drei Parteien besteht. Besonders schwer wird es nun, wenn eine Partei durch drei Leute an der Spitze und einen ersten Mann in der Regierung repräsentiert wird. Mit Andreas Babler ist es in einigen Monaten politisch vorbei. In den USA nennt man so jemanden eine „lame duck“. Wie die Regierung im Herbst eine Reformpartnerschaft verwirklichen will, ist völlig schleierhaft.
Ein schwaches rotes Triumvirat: Das ist kein Zustand für eine Regierungspartei
Falls Sie die letzten Stunden anderweitig beschäftigt waren, hier der aktuelle Aggregatzustand der Sozialdemokratischen Partei Österreichs: Andreas Babler ist weiter Parteichef und …
Österreich, das erstarrte Land
Stellen Sie sich vor, Sie stecken bis zum Hals in einem Moor, und das einzige, was Sie noch bewegen können, sind Ihre Augenbrauen. Da führe ich aber kein sehr bewegtes Leben, werden Sie sich jetzt sagen. Ja, stimmt. Aber Sie sind nicht allein: Dem österreichischen Staat geht es genauso. Gegen Österreich ist ein Mafia-Opfer, das mit Betonpatscherln im Meer versenkt wird, das reinste Springinkerl. Geldnot und Reformunlust haben unserer Politik längst jeden Bewegungsspielraum geraubt.
Viel weiter nach unten kann es für die SPÖ nicht gehen
Durch einen SPÖ-Vorsitzenden Zeiler käme plötzlich unverhoffte Dynamik ins politische Geschehen. Und wer weiß, sollte auch die ÖVP auf Zeiler mit dem Ausspielen eines Personal-Atouts reagieren, vielleicht ist dann FPÖ-Obmann Herbert Kickl bei überraschend vorgezogenen Neuwahlen im Frühjahr 2027 der „Alte“. Die Karten werden neu gemischt – früher oder später.
Zeiler? Popcorn (für die Sozialdemokratie)?
Die Partei müsse jene unterstützen, die nicht arbeiten können, sagt Zeiler. Aber nicht jene, die nicht arbeiten wollen. Das könne sich Österreich nicht leisten und gerecht sei es auch nicht.
Auch bei den Steuern wird der Unterschied sichtbar. Über Vermögens- und Erbschaftssteuern zu diskutieren habe derzeit wenig Sinn, weil es dafür keine Mehrheit gebe. Eine Erbschaftssteuer kann sich Zeiler grundsätzlich vorstellen, allerdings nur, wenn die Staatsquote dadurch nicht steigt und jeder zusätzliche Euro dazu verwendet wird, Arbeit zu entlasten. Die alte Kreisky-SPÖ hätte diese Erkenntnis vermutlich weniger revolutionär gefunden als manche ihrer heutigen Erben. Umso erstaunlicher war allerdings, was Zeiler nicht ankündigte.
Wer ein Klimaziel will, muss leistbare Energie liefern
Man kann Klimaneutralität nur erreichen – egal ob 2050 oder früher – wenn den Unternehmen Energie zu vernünftigen Preisen zur Verfügung steht. Ist das nicht der Fall, kann man auch nicht den Unternehmen Schuld geben, Ziele zu verfehlen. Wenn Regierung und Parlament also früher als notwendig klimaneutral sein wollen, müssen sie zuallererst ihre eigenen Hausaufgaben machen. Dafür braucht es nicht mal ein Klimagesetz. Nur guten Willen und ernsthafte Arbeit.
Wir stecken in einer Bildungskrise
Wir haben da eine massive Bildungskrise. Eine, die für unsere Gesellschaft und unseren Wohlstand ziemlich sicher wichtiger ist als die Diskussion um …
Chinas Mehrfronten-Halbleiterkrieg
Hat China jetzt eine eigene Anlage zur High-End-Chipherstellung? Diese Frage lässt sich leider nicht final beantworten, aber offenbar nimmt man Chinas Mehrfrontenkrieg um die Dominanz in der Halbleiterindustrie in Washington sehr ernst. Noch in diesem Herbst soll im US-Kongress, über einen der brisantesten Gesetzesentwürfe der letzten Jahre abgestimmt werden.
Der Kultureuro oder: Schade um eine schöne Idee
Der Kultureuro war eine bemerkenswerte Idee. Er hätte eine faszinierende neue Welt österreichischer Steuerpolitik eröffnet: die Ressortsteuer. Warum eigentlich bei der Kultur stehen bleiben? Der Landwirtschaftsminister könnte einen Landwirtschaftseuro einführen. Auf jedes Kilo österreichischer Lebensmittel kommt ein kleiner Aufschlag, vielleicht auf importierte, damit die heimische Landwirtschaft nicht diskriminiert wird. Das Geld wandert zum Ministerium, dort tagt eine Kommission und verteilt es wieder an jene Bauern, die nach den jeweils geltenden Kriterien als förderungswürdig gelten.